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Blog von TeddeMehr

"Drei Erwachen": 89

13. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"



Der größte Horror: daß die Leuchtekugel zurückkehren könnte. Noch mal das mit der welligen Strahlung auf seiner Haut erleben zu müssen. Kaum daß er sich vom ersten Erlebnis erholt hatte ... Stellte man sich vor, daß der Flugkörper mit Gedächtnisspeicher ausgestattet war. Zum Beispiel berechnete, daß Helligkeit war, wo vorher keine war. Damit entdeckte, daß er, Joachim, lediglich kurz die Straßenseite gewechselt hatte. Ansonsten jedoch nicht viel.

Am nächsten Morgen nach seinem Schreckenserlebnis mit der kühl leuchtenden Minisonne, daß Joachim raus war aus der Platzapotheke. Über die Straße war er rübergetaumelt, nackt, lediglich eine große, weiße Windel gegen den böigen Wind am Oberkörper übergeworfen, Pantoffeln aus dem Besitz des männlichen Mitbewohners der Apothekersleutewohnung an den Füßen. Über Motorhauben war er in seiner schmerzhaften Trance drübergerutscht. Denn die Platzapotheke, in der hatte es kein Bleiben mehr für ihn gegeben. Die Platzapotheke, die war wie verbrannte Erde. Fort mußte er, Jochim, ehe das Unheimliche wiederkehrte. Das, was ihn bereits beinahe umgebracht hatte.

Jede Bewegung war beim Rübermachen pure Pein gewesen. Pusteln, Blasen, die Joachim langsam überall am Körper aufzugehen begannen, dazu der Schweiß. Seine Empfindlichkeit war ungeheuer; kaum daß er auftreten wollte. Unmenschlich tapfer, daß Joachim war, die Zähne zusammenbiß. Er hatte vorangemacht, trotz allem, war rein in die Hauspassage. Die zum Reformhaus Vida gehörte. Eine Doppeltüre war dort, mit Herabdrücken der Klinke eine Türhälfte aufzumachen. Arbeiten an der Mauer wurden an dem Ort durchgeführt, ein großer Werkzeugkasten stand herum. Stemmeisen lehnten an der Wand. Mit einem der Eisen verschaffte Joachim sich durch die Hintertür Zutritt in das Haus, in dem das Reformhaus Vida an Wochentagen geöffnet hatte. In den Stockwerken über dem Reformhaus Vida hatten ebenfalls Ärzte ihre Praxen, genauso wie es oberhalb der Platzapotheke war.

Der Aufzug hinauf in den ersten, zweiten, dritten Stock, der hatte funktioniert. Bis heute war in dem Hauslift auf und ab zu fahren.

Wie viele Tage er sich bis in die Gegenwart in dem Gebäude aufhielt? Angestrengt dachte



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