"Ein Sommernachmittag und das Mababre danach": 652
9. Oktober 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Dann und wann gefiel es Frau Auguste Dober, in Tanzlokalen, Diskotheken mit Kerlen zu tanzen, sich küssen zu lassen, mit ihnen herumzumachen. Obwohl Frau Beate Ettnach bei Frau Auguste Dober mit dabei war. Sogar abschleppen ließ sich Frau Auguste Dober von schnellen Bekanntschaften. Verschwand mit ihnen plötzlich ins Freie hinaus, während Frau Beate Ettnach alleine zurückblieb.
Zu heftigen Eifersuchtsszenen kam es in Frau Beate Ettnachs Wohnung, wenn Frau Auguste Dober anderntags oder nach einem ganzen Wochenende wieder in die Frauen-WG zurückkehrte.
Trotzdem blieb es dabei, hatte Frau Auguste Dober an dem Spiel ihren Spaß.
Frau Auguste Dober hatte mit ihrem Vater telefoniert - eine Woche vor dem Tod Frau Beate Ettnachs -, daß Bea ihr eine Riesenszene gemacht hätte.
Da hätte sie Bea aber mal was gesagt. Ihr was hingerieben. Nämlich, daß sie, Bea, selber nicht treu wäre. Wenn Bea Manu zu sich mit aufs Zimmer nähme. Da würde es wohl auch kaum so sein, daß Manu nur bei Bea im Doppelbett schnarchte. Eher alles mögliche, daß es im Bett geben würde.
Diese Manu, sagte Frau Auguste Dobers Vater uns, war aber mal mit jeder der Frauen-WG zusammen. Die dritte, die Tamara Haste hieß, hatte deswegen zuletzt sogar Streitereien mit ihrem Freund gehabt. Von dem sich Frau Tamara Haste ein paar Tage nach Frau Beate Ettnachs Tod auch trennte.
Da haben wir also die Namen, Herr Doktor Weil-Esch.
Frau Beate Ettnach, genannt Bea, Frau Auguste Dober, Spitzname Auge, und Frau Tamara Haste, die Haste gerufen wurde. Die drei Studentinnen, die die Wohnung im Haus Frau Uschkes Haus bewohnten, die Frau Beate Ettnach gemietet hatte.
Fall eins: Frau Beate Ettnach starb nach einer gelungenen Reanimation im Krankenhaus an einem Kreislaufzusammenbruch infolge einer akuten Anämie und totaler Unterzuckerung.
Der Blutverlust war bei Frau Beate Ettnach im Laufe des Abends dermaßen akut geworden, daß Frau Beate Ettnach unbedingt augenblicklich in nächste Stadtkrankenhaus gebracht werden hätte müssen. Was jedoch nicht geschah. Weil niemand den Zustand Frau Beate Ettnach ernst nahm.
Fall zwei: Vor vier Jahr verstarb Frau Auguste Dober an einer Borreliose-Infektion.
Frau Auguste Dobers Vater erzählte den Mitarbeitern, -innen der Detektei Umschau, daß Frau Auguste Dober schon früher mal Zecken gehabt hatte. Frau Auguste Dober schien die Viecher regelrecht anzuziehen; mindestens einmal im Jahr wurde Frau Auguste Dober von einer Zecke gebissen.
Also war es für Herrn Rudolf Dober keine Überraschung, telefonisch davon zu erfahren, daß seine Tochter Auguste ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Eine, die nach einer Borreliose-Infektion ausschaute.
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