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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 03

16. Februar 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

 

 

Das Tagebuch:

 

 

"So, liebes Tagebuch, heute ist der dritte Juli, 22:16 Uhr.

Ich hab' mich entschieden, Dich, mein Tagebuch, auf meinem Rechner hier anzulegen.

Einiges für mich niederzuschreiben.

Vielleicht, um irgendwann später zu schauen, was die Tage so in meinem Leben los war. Oder so.

Erinner' mich, das letztemal, als ich so was mal gemacht hab', ein Tagebuch hatte, war ich vierzehn.

Egal.

Es ist meine feste Absicht, Tagebuch, täglich mindestens einmal in Dir zu schreiben.

 

Womit fang' ich an?

Damit, daß ich heute am späten Nachmittag nach sechs Stunden Fahrt im Auto im Haus meiner Eltern angekommen bin.

Eigentlich wollte ich das erst am dreiundzwanzigsten Juli, heimkommen.

Aber es hat keinen Grund gegeben, droben zu bleiben.

Die Prüfungen sind alle geschrieben - und ob der Schein für die Passage gemacht ist, das werde ich im nächsten Semester schon feststellen, wenn ich mir die Pinnwand mit den Namen anschaue.

Jedenfalls habe ich ein Gefühl, das gut dafür ist.

Etwas anderes muß ich nicht tun.

 

So ist das, Tagebuch, so ist das.

Eigentlich wäre ich noch bis zum Dreiundzwanzigsten oben geblieben. Am Abend hätte ich Kurse belegt, tagsüber Vorlesungen besucht, die für das nächste Semester sind ...

Jetzt fragt es sich gerade, mein Tagebuch, warum ist er denn nun zu seinen Eltern heimgefahren, nicht wahr?

Das hat schon seinen Grund.

 

Links von der Tastatur hab' ich einen Goldring liegen. Rechts von der Tastatur.

Der linke Ring, das ist der meine. Mein Name und der Helens eingraviert. Der rechte, der ist der von Helen. Helens und mein Name graviert.

Beide mit Datum. Dem Datum meiner Verlobung mit Helen.

Seit dem fünfzehnten Dezember des vorigen Jahres war ich mit Helen verlobt.

 

Am letzten Samstag habe ich am späten Vormittag drunten bei mir im Wohnheim mein Postfach aufgesperrt. Für die Post für mich, die drinnen war.

 

 

 

 

03

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