"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 121
30. März 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Manuela. Und nochmal: Manuela.
Weshalb das mit mir und Manuela? Oder: Wie hätte ich denn irgendwas dort bemerken sollen, während meines Zusammenseins mit Manuela? Welche weiteren Ideen haben sollen, als die, die ich hatte?
Kann nur wiederholen: Zu keinem Zeitpunkt war mir irgendein Gedanke gekommen, der in eine makabre Richtung gegangen wäre. Nie, an dem besagten Nachmittag unterwegs mit Manuela.
Das mit Manuela, das war eine Geschichte mit mir und einer, mit der ich ins Bettchen hüpfen wollte. Dahingehend mit der zu Potte zu kommen. Für was Kurzes. Oder für ein paar Tage länger. Je nachdem, wie sich das Ganze mit Manuela entwickelte.
Überhaupt nichts davon war, was mich heute an meinem klaren Verstand zweifeln läßt.
Bitte, stellen wir uns diese Normalität vor: Miteinander sind wir, Manuela und ich, bei meinem Auto auf dem Parkplatz bei der Totenkirche angekommen.
Angeberisch, Manuela ins Gesicht grinsend, hab' ich den Arm mit dem Funkschlüssel langgestreckt, und das Schnappen und Fiepen erklang, das nichts anderes bedeutete, als daß ich, der Besitzer, in mein Fahrzeug reinkönnte.
Manuela: 'Schönes Auto!'
Ich: 'Würd' ich auch sagen. Bitte, alles eingestiegen ... Lasset uns zum Königweiher fahren, Leute!'
Manuela: 'Aber hallo! Wirklich ein schönes Auto. Kann man sich das als Student so leisten?'
Ich: 'Hat mich eine hübsche Stange an Scheinchen gekostet. Hatte das Geld.'
Manuela: 'Da sagt man immer, Studenten wären arm ...'
Ich: 'Mein Vati hat beim Bezahlen ein bißchen mitgeholfen. Komm, steig ein. Sonst stehen wir noch Stunden hier rum.'
Manuela: 'Ts! Ts! Ts!'
Ich: 'Willst du wohl herkommen, einsteigen ...'
Die Beifahrertüre habe ich Manuela mit breitem Grinsen aufgehalten, und Manuela hat endlich lächelnd losgemacht, sich mit dem Hinterteil auf dem gepolsterten Sitz meines gelobten Automobils niederzulassen.
Im Sitzen, Parallelstellung der Beine, präsentierte Manuela mir ihren Schlüpfer. Für ein Momentchen, ehe Manuela ihr prächtiges, nacktes Beinpaar anhob, alles ins Fahrzeuginnere reinschwang.
Mann, wenn ich das nicht immer sehen wollte, was ich sehen durfte.
Genau das wollte ich ja überblicken. Das weckte in mir den Überschwang der Begeisterung.
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