"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 131
2. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Vielleicht sogar die folgenden Monate durch nichts als Manuela. Solange das zwischen Manuela und mir eben gutging.
Das Ende meiner Semesterferien, das schließlich automatisch für eine Trennung von Manuela und mir sorgen würde. Passierte zuvor zwischen Manuela und mir nichts in dieser Hinsicht. Dann, im Lauf meiner letzten Semesterferientage, daß ich mir die Sache mit Manuela neu anschauen mußte. Nachdem ich abreisen mußte. Fort aus der Umgebung hier, hoch in die Universitätsstadt, zum Studieren.
Damit mir die zehn Minuten Warterei gegenüber von Manuelas Wohnhaus nicht zu lang werden würden, bin ich also abgefahren. Hab' mein Auto zur Tankstelle in der Nähe gelenkt.
Nachzutanken. Volle Tankfüllung, immer gut. Für eventuell bevorstehende Diskotheken-Reisen.
Bei der Tanke habe ich nicht nur fürs Volltanken bezahlt. Sondern mir eine ganze Stange Zigaretten gekauft. Manuelas Lieblingsmarke von früher her. Eine Weißweinflasche für einen Fünfer. Eine Pulle portugiesischen Portweins für einen Fuffziger. Dazu sechs Halbliterbüchsen Cola. Einen Stapel Plastikbecher hinter Klarsichtfolie und eine blaue Kühlbox.
Derart neu ausgerüstet, bin zu ich dem Wohnklotz zurückgefahren, in das Manuela - wie ich mit eigenen Augen gesehen hatte - hineingeschritten war, drinnen die Stockwerke hinauf zu bewältigen.
War überrascht, als ich vor Ort ankam, Manuela nicht bereits dastehen zu sehen, Manuela, die auf mich wartet.
Diesesmal hatte ich meinen fahrbaren Untersatz auf einem Parkplatz in der Nähe der Haustüre stehen.
Wenn Manuela zur Haustüre heraustrat, sich ein Momentchen umschaute, waren es fünf Meter. Fünf Meter, und Manuela, die war bei mir, konnte zu mir reinhüpfen.
*
Einundzwanzigster Juli, die Tagebuch-Datei.
Früher Vomittag. 08:33 Uhr.
Eineinhalb Schlaftabletten, für zwei Stunden eines leichten, ungemütlichen Dämmers.
Diesen Zustand auch nur schlafähnlich zu nennen, wäre voll die Übertreibung.
Ganz vorbei war es dann damit, als ich glaubte, Manuela, die stünde grinsend über mir.
Was nichts als ein Alptraumbild war, in keinster Weise irgendeiner Art von Realität entsprach.
Trotzdem dafür sorgte, daß ich mich im Bett rasch aufsetzte.
Rasenden Herzschlag spürte ich. Grelle Feuerräder hatte ich vor den Augen.
Mann! Zurücksinken hab' ich mich lassen müssen. Hoffen, daß nichts weiter mit mir war.
Nicht das erstemal, so eine Erfahrung. Vielmehr ein Lied der letzten Tage.
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