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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 132

2. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

 

Als ich endlich besser beieinander war, hochkommen konnte, habe ich mich über mich geärgert. Wäre eine bessere Idee gewesen, am Drehstuhl hocken zu bleiben.

Das Ganze herunterzufahren, das hatte ich jedenfalls vergessen. Die Tagebuch-Datei hier war auch offen gestanden. Nur der Bildschirm, der war dunkel.

 

 

Aus der Küche habe ich mir von Mutti eine volle Kanne schwarzen Kaffees geholt.

Zum Glück ist heute Sonntag, und die Sorge, vom Kfz-Werkstatt-Oberbonzen oder einer Person von der Versicherung mit schlechten Nachrichten für mich angerufen zu werden, kann nicht leicht wirklich werden.

Höchstens einer mit einer Polizeimütze am Kopf, der sich bei mir melden könnte. Aus irgendeinem Grund.

Ansonsten haben SIE alle jedoch IHRE verdiente sonntägliche Ruhe.

 

 

Dafür habe ich Manuela bei mir im schwarzen Karton. Als Last schwer auf meiner Seele.

 

Manuela ...

Mein Rollo hatte ich hochgezogen. Aus dem Fenster schauend, habe ich mich im Garten beim Nußbaum und dem Gebüsch umgeblickt.

 

Also - präsent geworden ist für meine Augen nichts und niemand. Nicht andeutungsweise.

 

 

Kommen wir demnach ohne weiteres hier - in der Tagebuch-Datei - auf das zurück, was das mit Manuela und mir war. An jenem Spätnachmittag da, als ich im Auto zu dem Wohnklotz zurückgekommen war, in dem Manuelas Eltern früher gewohnt hatten.

 

Auf dem Parkplatz vor dem Wohnhaus, daß ich auf Manuela gewartet habe.

Lässig, die Sonnenbrille auf der Nase, Zigarette rauchend, hin und wieder einen Schluck aus der Colabüchse nehmend, lehnte ich mich gegen die Beifahrertüre. Oder ich stand mal mitten am Gehsteig, betrachtete die geteerte und betonierte Umgebung rundherum. Nirgends viel Unbekanntes für mich.

Minute um Minute, die zusätzlich zur ausgemachten Zeit verstrich.

Wenn eins gewiß war: Blickte Manuela auch nur ein Sekündchen aus der Wohnung droben herunter, war ich für Manuela nicht zu übersehen. Ich war da. Für sie.

 

 

Über eine Viertelstunde darüber, die ich Manuela genehmigte. Eine geschlagene Viertelstunde der Hinwarterei.

Dann erst habe ich angefangen, ungeduldig zu werden.

Was hielt Manuela denn oben auf? War wieder was mit Manuelas altem Herrn? Hatte der sich wieder ein Glas zuviel hinter die Binde gekippt, terrorisierte in der Folge die Mutti mit seinem Geschrei, seinen Drohungen? Kriegte Manuela das ab?

 

 

 

 

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