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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 143

6. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Die Stirn Frau Meiers - Frau Meier, die sich in meiner Gegenwart mittlerweile wirklich pudelwohl fühlte - legte sich in Falten. Richtiggehend konnte ich Frau Meier dabei zuschauen, wie Frau Meier angestrengt nachdachte. Um am Schluß den Kopf zu schütteln.

Ich: 'Sie wissen nicht, wo die Dombrowskis heute wohnen, Frau Meier?'

Frau Meier: 'Es tut mir wirklich leid, lieber Herr Bernd. Leider fällt mir das im Moment nicht ein. Kann Ihnen im Moment nicht mal sagen, ob die Dombrowskis weiter fortgezogen sind, in 'ne andre Stadt. Tut mir sehr leid, Herr Bernd.'

Ich: 'Werd' ich schon rausfinden, wo die wohnen, Frau Meier ... Danke Ihnen!'

Frau Meier: 'Warten Sie, Herr Bernd! Hubi, mein Mann, muß jeden Augenblick nach Hause kommen. Hubi holt nur schnell Bier und Limo aus dem Getränkemarkt. Als Hausmeister in dem Haus hier, Herr Bernd, verwaltet Hubi auch Unterlagen. Könnte sein, daß mein Hubi die Nachsendeadresse für die Briefe an die Dombrowskis für Sie findet. Wenn Sie's nicht eilig haben, Herr Bernd, könnten Sie hier schnell auf meinen Hubi warten. Kommt Hubi heim, wird Hubi das sicher gerne machen, Ihnen die Adresse raussuchen, und Sie können sie sich aufschreiben.'

Ich: 'Ja?'

Frau Meier: 'Hubi muß wirklich jede Sekunde wieder zurück sein, Herr Bernd ...'

 

War ich mit einverstanden.

Vorm Haus habe ich in meinem Auto auf Hubi gewartet. Beinahe eine halbe Stunde. Bis Hubi zu Hause ankam.

Die Adresse, zu der die Dombrowskis nach ihrem Auszug hingezogen waren, habe ich von Hubi gekriegt.

 

 

*

 

Einundzwanzigster Juli, meine Tagebuch-Datei offen.

Sonntag am Abend. 21:54 Uhr.

 

 

Zwischen mir und meinem Vati, das will einfach nicht wieder anders werden. So, wie es bis vor kurzem noch war.

Vati bleibt dabei, zeigt mir die kühle Schulter.

 

Scheiße, was man nicht alles unternimmt, hat man Geldsorgen!

Zum Beispiel, daß von mir versucht wird, wieder eins auf glückliche Familie zu machen.

Erst mal haben wir nach Familienart allesamt zusammen zu Abend gegessen. Anschließend habe ich mich mit Vati und Mutti ins Wohnzimmer gehockt, gemeinsam den sonntäglichen Serienkrimi gucken.

 

 

 

 

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