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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 145

7. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Ich muß sagen, zugeben, daß ich an Tanja, meine jüngere Schwester, so nebenbei dachte.

Tanja, eine Möglichkeit wäre sie gewesen.

Tanja war ein Gedanke, eine Idee. Tanja um Geld anzuhauen. Das ich ihr bestimmt in Raten zurückzahlen würde.

Das war jedoch erst für irgendwann in der nächsten Zukunft vorgesehen, Tanja mal darauf anzusprechen, ob sie mir nicht einen Geldbetrag leiht. So, wenn sich nichts andres für mich ergab.

 

Müssen eine Ahnung haben, die Weiber. Wann man klamm ist, wann nicht. Wenn schon vorher miese Stimmung herrscht, ehe man sich richtig erklärt hat.

Bettina und Tanja, meine Schwestern.

Andererseits, denke ich schärfer darüber nach - welche engeren Beziehungen hätte ich im Grunde die letzten Jahre eigentlich zu denen gehabt?

Nicht direkt viele.

Es gibt kaum Berührungspunkte. Außer daß ich Bettina, Tanja während meinen Semesterferien hier im Haus meiner Eltern öfters treffe. Sie samt ihren Ehemännern und Kindern.

Natürlich machen wir auf Familie. Miteinander hocken wir mal um den Tisch rum, speisen. Oder es wird im Garten gegrillt. Dabei über Belanglosigkeiten geredet.

Ansonsten aber?

Bei Bettina oder Tanja zu Besuch, war ich nicht oft. Die Ehegespielen von Bettina und Tanja schauen mich sowieso an, als wüßten sie nicht, wo ich plötzlich herkäme. Als wären sie jedesmal, wenn sie mich sehen, überrascht, daß ich da bin. Ein Fremder, der kostenlos im Haus wohnen darf. Freie Logis, bei den Eltern - warum eigentlich?

 

Au ja, Tanja ist doof. Bettina ist die Alleroberdoofste.

Zusammen mit ihren jeweiligen Ehegatten sind Tanja und Bettina dickdoof.

 

 

Kurz die obigen Zeilen zusammengefaßt: Ergibt sich nichts mit Mauth, bleibt Vatis Kühle für mich, fahre ich die kommenden Tage mit dem Zug wieder in mein Wohnheimzimmer hinauf. Punkt.

In vielerlei Hinsicht könnte das das Beste für mich sein.

 

 

*

 

Einundzwanzigster Juli, die Tagebuch-Datei offen.

Weiterhin der Sonntag. 22:57 Uhr.

 

 

Das ist wie in den Schädel reingeballert bei mir - bumm, bumm, bumm -, das mit Manuela. Das Manuela-Vorkommnis, sitzt mir in meinem Kopf. Bilder, die es dort drinnen ausschüttet, ob ich sie will oder nicht. Ziemlich immer die gleichen.

 

 

 

 

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