"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 157
11. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Vormittag, der Montag. Uhrzeit: 10:19.
War in der Küche.
Habe mir dort von Mutti eine Kanne Kaffee besorgt. Tiefschwarz und stark.
Sagt Mutti zu mir, ich sollte mir mal wieder etwas mehr Schlaf gönnen. So, wie ich seit Tagen aussähe. Wie mein eigener Schatten.
Meine ich zu Mutti, daß ich heute ja ein paar Stunden geschlafen hätte.
Mein Aussehen spricht Mutti erneut an. Vielleicht sollte ich mal zum Arzt gehen. Mich ansehen und was verschreiben lassen.
Erwidere ich, daß ich darüber nachdenken würde. Zeit hätte ich sicher. Nachdem ich, wie's aussieht, nirgends hinmüßte. Was ich eigentlich so nicht geplant hatte.
Außerdem, Mutti ... Anderswo sollte Mutti sich beklagen, nicht bei mir, daß ich nichts arbeite. Bin ich die falsche Adresse dafür. Eventuell ruft Mutti mal bei den Leuten von Mauth an. Weil die mir das nicht mit Sicherheit sagen können, daß ich die nächsten Monate meiner Semesterferien Arbeit hätte. Auf den Anruf von denen von Mauth muß ich warten. Schaut aber nicht besonders danach aus, daß ich bei Mauth arbeiten gehen würde.
Wo ich das fest eingeplante Geld, das ich für die Maloche bei Mauth gekriegt hätte, herbekomme, keine Ahnung hätte ich bisher. Hatte ich direkt keinen schnellen Plan.
Bitte, Mutti, mal Ruhe im Karton. Warten wir's ab, ob ich nicht doch bei Mauth anfangen dürfen würde.
Damit gehe ich mit der bis obenhin gefüllten Kaffeekanne zu mir ins Zimmer rauf.
Rucke die Maus. Tagebuch-Fenster mit Doppelklick aufgemacht.
Hier bin ich drinnen, tippe Zeile um Zeile.
Gibt auch hier bald keine Gnade mehr.
Immer weiter im verfluchten Text. Bald weiß es jetzt auch die ganze verfluchte Tagebuch-Datei ...
Hat das Wissen davon, was ich in Joeys Pils Pub erfahren hab' dürfen.
Daß es für mich nicht zu fassen war. Auch heute nicht von mir zu fassen ist.
Joeys Pils Pub ...
In Joeys Pils Pub, am Tisch mit dem Mistkerl mit den pinkgefärbten Haaren.
Schlagartig wußte ich den Namen von dem wieder - Beppi. Beppi habe ich früher zu ihm gesagt. Beppi hatten ihn alle genannt.
Das war Beppi.
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