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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 170

15. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Dann hab' ich vorgegeben, ich müßte schnell aufs Klo. Durch die mich angrinsenden Leute durch hab' ich mich rausgedrängelt. Bin aber nicht aufs Klo, sondern auf der Stelle bei Joeys rausgeflüchtet. Zu meinem Auto am schmalen Parkplatzstreifen vom Joeys.

Hinters Lenkrad hab' ich mich keuchend atmend, mit rasendem Herzschlag gehockt. Hab' gestartet, ausgeparkt; unglaublicherweise, ohne wo gegenzukrachen.

Schnell bin ich zu mir heim, ins Haus meiner Eltern. Bin zu mir rauf aufs Zimmer gerannt.

 

Gekreiselt haben meine Gedanken in einer Tour.

Hab' mich beschworen, ich sollte das Geschwätz von Beppi und diesem komischen Fransen nicht ernst nehmen.

Versucht hab' ich, die Dinge in aller Ruhe und vernünftig zu betrachten.

Eine Fragestellung, die mir dabei in den Sinn kam: Wer käme auf die Idee, mir einen derartigen Streich zu spielen? Wer könnte das, sieht er mich, zu mir hermarschieren, um mir als Manuela Dombrowski zu begegnen? Wer wußte so viele Einzelheiten von Manuela Dombrowski und mir? Nach all den vielen Jahren, die seitdem vergangen waren. Knapp ein Jahrzehnt.

Der Aspekt: Wen interessierte das eigentlich in der Gegenwart auch nur irgendwie, daß ich mal der Freund von Manuela Dombrowski war?

 

Christine Dombrowski, die Schwester von Manuela, klar, die hatte ein gewisses Wissen.

Selber konnte Christine Dombrowski es aber nicht. Christine Dombrowski, die schaute ihrer jüngeren Schwester Manuela eigentlich nicht viel ähnlich. Kaum, daß es ehedem zu vielen Verwechslungen Christines mit Manuela gekommen war. Blickte man die beiden Schwestern zusammen, war daran zu denken, Manuela und Christine Dombrowski hätten verschiedene Väter.

Falls Christine Dombrowski sich mit mir ein Späßchen erlauben wollte, sah Christine mich des Weges kommen, wäre es demnach sicherlich nicht Christine Dombrowski persönlich, die mir vor Augen auftauchen würde.

Aber warum sollte Christine Dombrowski etwas derartiges machen? Warum käme Christine auf solch einen Einfall? Weshalb sollte Christine Dombrowski eine aus ihrem Bekanntenkreis für eine derartige Unternehmung instruieren? Bei welcher Bespaßung auch immer?

Wer wäre dann überhaupt in der Lage, Manuela Dombrowskis Rolle spielen zu können? Überdies war zu betrachten, daß ich Manuela kannte, und daß diejenige viele Antworten auf Kleinigkeiten wissen mußte, die zwischen Manuela und mir waren. Eine ziemliche Ahnung haben, wie's da vor Jahr und Tag zwischen Manuela und mir zugegangen war.

 

 

 

 

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