"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 187
21. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Dabei bin ich weiter alleine geblieben. Keine Manuela Dombrowski nirgendwo, die für mich auf der Bildfläche erschien.
Weil mir nichts des Weges kommen wollte, habe ich mein Reisetelefon aus der kunstledernen Hüfttasche geholt, die eingespeicherte Nummer des Taxiunternehmens auf die Bildschirmanzeige geschafft und ein Taxi für mich herbeigerufen.
Nach Geiersdorf mich fahren lassen, das war die Idee.
Es war mein Wunsch, mir die Kurve anzuschauen, aus der es Manuela Dombrowski in ihrem schwarzmetallikfarbenen Geländewagen bei überhöhter Geschwindigkeit über die Leitplankenwelt hinausgetragen hatte.
Zuerst jedoch wollte ich die Wohnlandschaft von Manuela Dombrowskis Hansi eingehender in Augenschein nehmen. Das Gelände, von dem aus Manuela Dombrowski abgefahren war. Der Zweck Manuela Dombrowskis war ein Ablenkungsversuch für die Polizei, die die Umgebung von Hansis Wohnhaus umstellt hatte. Manuela Dombrowski wollte ihrem Hansi zu einer kleinen Fluchtmöglichkeit verhelfen.
Vollständiger Name der Person: Hans-Georg Tabert.
Hans-Georg Tabert war Beppis und Fransens Hans beziehungsweise Manuela Dombrowskis Hansi.
Im Taxi habe ich mich also vorgestern nach meinem mittäglichen Restaurantaufenthalt auf den Weg nach dem Zuhause von Hans-Georg Tabert gemacht.
Der Taxifahrer fragt mich, ob ich in Geiersdorf wohne. Habe ich verneint. Dem Mann nicht hinterm Berg gehalten, was ich beabsichtigte. Weshalb ich unterwegs war nach Geiersdorf. Einzig und alleine deswegen, mir anzugucken, wie Hans-Georg Tabert so lebte, der, für den Manuela Dombrowski in den Tod gerast war. Anschließend die Kurvenumgebung zu überblicken, die Manuela Dombrowski kein Glück gebracht hatte.
Der hinterm Lenkrad, der hat plaudernd zu mir gemeint, vor Monaten, als die Tabert-Sache noch aktuell war, hätte er am Tag ein paarmal Touren nach Geiersdorf unternommen. Ebenfalls nicht wenige Leute, Touristen, die das wollten, was ich heute wollte, sich den Ort des tödlichen Unfalls der jungen Frau und Freundin Taberts anzuschauen. Zum Wohngebäude von Hans-Georg Tabert hinauf wollte daraufhin auch wieder der eine oder andere.
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