"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 205
27. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Einen ohne dumme Sprüche, dumpfe Anmache, Spott und Hohn. Ohne allem, was da kübelweise über mir ausgeschüttet wird.
Was rege ich mich auf, wenn ich nur von einem Ort fortbleiben müßte?
Wie hirnverbrannt ist das eigenlich, wenn ich eingewählt bleibe? Bin ich sadomaso, daß ich es im Dauerverkehr besorgt haben will? Daß ich das brauche, devot?
Themenwechsel. Ist besser.
Möchte wieder auf Hans-Georg Tabert und Gina, die Moderatorin, zurückkommen.
Gina, Hans-Georg Taberts Freundin und Geliebte vom örtlichen Privatradio, die hatte früh morgens in ihrer Sendung Gina am Morgen die Absicht, ihrem kleinen Hundi Wuschi zu einem guten Platz bei netten Menschen zu verhelfen. Deshalb sollten Leute bei Gina im Studio anrufen, ihr, Gina, erklären, warum es Wuschi gut bei ihnen haben könnte.
Bestens konnte meine Mutti sich an diesen Mittwoch erinnern, als Gina nach den Sieben-Uhr-Nachrichten Wuschi erwähnte.
Nachdem Gina sich bereits den einen oder anderen Namen für einen Rückruf notiert hatte, wurde mittendrinnen in der Stunde Hans-Georg Tabert zu Gina durchgestellt. Nach einer längeren Pause wieder mal an diesem Morgen.
Ganz unverständig, daß Hans-Georg Tabert Gina fragte, warum sie, Gina, nicht schon längst was zu ihm, Hans, gesagt hätte, von dem mit Wuschi; die ganze Zeit nie was ihm, Hans, mitgeteilt, daß sie, Gina, für Wuschi ein neues Plätzchen suche. Selbstverständlich müßte Gina nicht mehr lange mit Leuten telefonieren, er, Hans, er nehme Wuschi auf der Stelle zu sich ins Haus. Keine Frage sei das, überhaupt kein Problem. Ein besseres Zuhause als bei ihm, Hans-Georg Tabert, könnte Wuschi nirgendwo finden. Jede Menge Auslauf, die Wuschi auf den Grundstücken haben könnte, Leute, die mit Wuschi mehrmals am Tag spazierengehen würden.
Daraufhin brach - weil Gina nicht mehr von Wuschi sprach, es also den Anschein erweckte, daß Wuschi in Hans-Georg Tabert ein neues Herrchen gefunden hatte - für die Beziehung Hans-Georg Taberts mit Gina, der Radiomoderatorin, die Hölle los.
Es begann mit einer Anruferin, die auf der Leitung zu Gina in die Morgensendung durchgestellt wurde. Die aufgeregte Frau meinte, daß sie überhaupt nicht verstehen könnte, wie Gina auch nur auf den Gedanken kommen könnte, Wuschi einem solchen Verbrecher wie Tabert anvertrauen zu wollen. Ja, ein Krimineller wäre Hans-Georg Tabert, ein durch und durch verdorbener, brutaler Mensch, der schon Leute auf dem Gewissen hätte.
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