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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 206

27. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

In der Folge meldeten sich noch andere Anrufer, -innen bei Gina, meinten, daß Gina augenblicklich bei der Polizei anrufen sollte, bei der Polizei nachfragen, was Hans-Georg Tabert denn für ein sauberes Bürschchen wäre. Dem könnte sie, Gina, doch nicht im Ernst Wuschi, ihr kleines, süßes Hundi, anvertrauen, nie und nimmer.

 

 

Was sagte man nun dazu? Echt der Hammer.

Das, daß Gina, die am privaten Radiosender ihre morgendliche Hör-Schau moderierte, lange Tage, Wochen ganz offiziell mit Hans - Hans-Georg Tabert - zusammen war, daß Gina und Hans, Hans-Georg Tabert, ein Paar waren ... Ausschließlich mit Hans-Georg Tabert, daß Gina sich in ihrer Freizeit herumtrieb, mit Hans-Georg Tabert, daß Sexy-Gina ins Bett stieg ... Daß Gina am Morgen die letzte Zeit beinahe nicht mehr denkbar war ohne Hans-Georg Tabert und seine Anrufe bei Gina am Morgen. Immer wenn Hans-Georg Tabert anrief, wurde Hans-Georg Tabert augenblicklich zu Gina ins Sendestudio hineingezappt ... Hans-Georg Tabert, die Nummer eins bei Gina. Promi-Nachrichten kommentierte Hans-Georg Tabert bei Gina in der Hörsendung, ließ sich ausführlich über die täglichen Geschehnisse an den Aktienbörsen weltweit aus. Alles, was Gina die Stunden durch in ihre Show einbrachte, dazu gab Hans-Georg Tabert reichlich seinen Senf ab ...

 

Das alles aber interessierte keinen Menschen. Nicht einen einzigen. Dazu sagte niemand irgendwas, den die von der Studiotechnik außer Tabert noch zu Gina ins Studio hinein durchstellten. Das ging denen allen geradezu am Arsch vorbei.

Aber das, als die lauschende Bevölkerung begriff, daß Wuschi, das Hundchen Ginas, nun zu Hans-Georg Tabert sollte. Daß Hans-Georg Tabert das neue Herrchen von Wuschi werden würde. Das regte auf. Das brachte Dampf in den Kessel. Daß es plötzlich den Anschein hatte, eigentlich wußte jeder über Hans-Georg Tabert Bescheid. Wußte jeder davon, was Hans-Georg Tabert in Wirklichkeit für einer war.

 

 

Echt komisch, wie's manchmal kommen kann.

Wegen eines armen, kleinen Hundchens.

 

 

*

 

Siebenundzwanzigster Juli, meine Tagebuch-Datei offen.

01:14 Uhr.

 

 

Mitternachtsstunde vorüber.

Ich bin alleine und verlassen. Zumindest, was meine nähere Umgebung angeht. Habe kein Gefühl von irgendwem oder -was.

 

 

Um das noch kurz hier zu erwähnen: Das mit dem neuen Chat geht klar.

 

 

 

 

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