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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 212

29. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Obwohl es mich ganz schön gallig gemacht hat, das für Mutti tun zu müssen.

Über Bettina und Tanja, Tanja, die, wenn Bettina eine Kleinigkeit spricht, an Bettinas Lippen klebt, habe ich im Angesicht von Mutti zu schimpfen angefangen.

Sicher Bettina, die dahinter steckt, wird bei Tanja hinterrücks über mich hergezogen.

Sollte vor ihrer eigenen Tür kehren, Bettina. Und Tanja sollte es ihr, Bettina, nachmachen. Hätten beide Schwestern mit ihren Ehemännern zusammen genügend mit zu tun.

 

Aber, klar, ich bin Bettinas jüngerer Bruder, der einzige, den Bettina hat. Natürlich darf Bettina sich um Angelegenheiten kümmern, die ihren jüngeren Bruder und ihre jüngere Schwester anbetreffen.

Außerdem wüßte ich das von Bettina doch nicht genau, das, daß Bettina die wäre, die hinter meinem Rücken redet. Vielleicht, um mal zur Alleinerbin zu werden, wenn Bettina Tanja auch noch aus dem Weg geräumt hätte.

Erkläre ich, daß ich mir keine andere als Bettina vorstellen kann. Wenn was losgeht, setzt man am besten auf Bettina. Schon hat man den Treffer gelandet. Daß Bettina, der bigotte Pfarrhausdauergast, dahintersteckt, das zu vermuten, da liegt man nie verkehrt mit.

Versetzt Mutti, daß stimmt, daß Bettina vielleicht ein bißchen sehr religiös ist. Ein paar Gebete würden mir aber auch nicht fehlen. Könnte sein, daß ich mich dann mit meiner älteren Schwester besser verstünde. Und gegen Tanja könnte man schon gar nichts sagen, Tanja hätte in ihrem Leben nie etwas gegen ihren Bruder gehabt. Daß Tanja Bettinas Papagei und nichts anderes wäre, das wäre nicht wahr. Das würde so einfach nicht stimmen. Tanja hätte einen eigenständigen Charakter.

 

 

Ah, Mutti ... Es war zum Abdrehen. Wahnsinn.

Möchte das an der Stelle hier nochmals deutlich festhalten: Nächste Woche am Donnerstag bin ich spätestens hier raus. Wieder in meiner Bude im Wohnheim oben.

Dann hoffe ich auch, daß mir mit der Entfernung der Orte auch die Bedrückung Manuela Dombrowski weggeht.

Auf den Horror, der mit Manuela Dombrowski über mich gekommen ist, den Manuela Dombrowski bei mir angebracht hat, auf den kann ich nämlich ausgezeichnet verzichten.

Das Maß an Unheimlichem, das ist bei mir voll. Übervoll.

Es reicht mir überallhin, was ich die letzten Tage, Wochen durchgemacht habe. Seitdem ich Manuela Dombrowski nachmittags treffen habe müssen. Obwohl es eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ist, daß ich oder irgendwer sonst Manuela Dombrowski trifft.

 

 

 

 

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