"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 211
29. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Von mir. Von IHM, dem Herrscher über die Werkstätte.
Deswegen wird doch nichts fehlen. Oder?
Wenn's zwei Original-Unterschriften gibt ...
Nur, leider, eben das, daß die Angelegenheit mit dem Geld noch seine Zeit braucht.
Aus diesem Grund muß ich weiter im alten Haus meiner Eltern dableiben.
Nur, ist mein Herr Vater für Überraschungen gut. Kann jederzeit auf Flöze gehen, der Mann, mir raufsteigen, einfach, weil ihm danach ist.
Ohne dem Spaß mit dem wäre alles kein Problem, die nächsten paar Tage zu überstehen. Um anschließend im Zug hinaufzurollen.
*
Siebenundzwanzigster Juli, meine Tagebuch-Datei offen.
Kurz nach zwei Uhr am frühen Nachmittag. 14:02 Uhr.
Bin fest entschlossen. Fest entschlossen, bis Mitte nächster Woche noch in meinem alten Kinderzimmer hier zu bleiben. Mich nicht vertreiben zu lassen.
Dann aber reise ich mit dem Zug ab, drauf können sie sich verlassen.
Habe das mit Mutti beredet. Und Mutti hat zu mir gemeint, daß sie dafür sorgen werde, daß mich mein Vater bis Mittwoch in Ruhe läßt.
Was für ein Gerede war das, das zwischen meiner Mutti und mir. Wie sich was Zeug da angehört hat.
Als Mutti zu mir meinte, daß sie, Mutti, da dafür Sorge tragen wolle, daß mein Vati mich in Frieden lassen wird.
Ich will sagen: Wo sind wir alle miteinander denn hingekommen, die letzte Zeit?
Werde hier als arbeitsscheu angemacht, einer, der nur ununterbrochen faul auf seinem Hintern herumhockt und nichts tut.
Dabei nützt echt nichts, erkläre ich, daß ich beim Studieren oben keine Probleme habe. Alles bestens, was mein Studium angeht.
Bettina ist die, die dahintersteckt. Hinter meinem Rücken wirft Bettina die Frage in den Raum, ob ich überhaupt noch studiere. Vati, Mutti sollten mal nach den Ergebnissen der Prüfungen bei mir nachfragen, die ich in der letzten Zeit ablegen hätte müssen. Oder, teile ich nichts mit, in der Universität oben anrufen, was für Auskünfte Vati, Mutti bekommen könnten, was mich anbetrifft.
Nach dem Mittagessen habe ich meinen Studentenausweis aus meinem Zimmer im Oberstock geholt, ihn Mutti in der Küche unter die Nase gehalten. Der Beweis, daß ich im letzten Halbjahr immatrikuliert war.
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