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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 217

1. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Treibe ich ein bißchen Sport, hebe ich dabei unbedarfterweise ein größeres Gewicht falsch, kann es mir geschehen, daß ich mich im Rollstuhl wiederfinde. Verschärft. Mit der besten Chance, daß die nächste Rehabilitation bei mir fehlschlägt. Die Rollstuhlfahrerei zum Dauereinrichtung bei mir wird.

Wie das Leben so spielt. Beim Tier nennt sich das HD.

 

 

Also, möglicherweise ein Gehirntumor.

Ein Hirntumor, der ...

Schon irre, das, was mir auf der Geiersdorfer Bergstraße hinauf- und hinunter da mitgespielt hatte.

Nichts jedoch real, sondern einzig und alleine eine Einbildung. Etwas, was es mir im Kopf vormacht.

Schuld ein Tumor, der anwächst ...

Oder nicht?

 

 

Zum Beispiel diese unbegreifliche Hemmung, trotz mehrerer Anläufe mich auf den Innenhof des Tabert-Bauerngehöfts hineinbegeben zu können.

Ums Verrecken blieb ich draußen, fühlte mich nach jedem neuen Versuch wie vor den Kopf gestoßen.

Stoß ...Tatsächlich war in der Hinsicht etwas. Wenn ich das allerdings jedesmal auch nur kurz spürte.

Ein Sekündchen etwa, als hätte es mir die Nase leicht geplättet, daß ich von einem Dagegenstoßen bedröhnt war. Nichts Großartiges, nur ein klein wenig irritierend das Empfinden nach der neuerlichen Bewußtwerdung.

 

Anders kann ich das nicht beschreiben.

Äußerst komisch war es.

Den Grund für diesen Zauber, den möchte ich wirklich wissen.

Denn: Warum sollte ich irgendwie auch nur unbewußt gehemmt sein? Irgendwelche länger anhaltenden Hemmungen haben, wenn ich wo in eine Ortschaft hineinmarschieren möchte? Beispielsweise zu diesem Hans-Georg Tabert auf die Innenhofteerfläche hinein.

Ich sage: Hat sich nicht schon einmal jemand in der Haustür geirrt, verkehrt irgendwo geläutet?

Derartiges kann vorkommen, oder?

Eine kurze Entschuldigung wegen des Irrtums. Man wendet sich ab. Hinter sich hat man geschürzte Lippen, vielleicht Augen, die sich einem finster in den Rücken bohren. Trotzdem ist man nach einigen Augenblicken und Schritten fort, ohne gefressen worden zu sein.

 

 

Um die Problematik nochmals zu verdeutlichen: Ich habe das nicht geschafft, bei diesem Hans-Georg Tabert an der Ein- und Ausfahrt über eine für meine Augen nicht zu sehende Grenzlinie hinwegzukommen, um in den Innenhof einzumarschieren? Keinen Zentimeter hinaus, daß ich mich begeben konnte. Nicht einen einzigen.

 

 

 

 

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