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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 247

11. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Jetzt könnte ich mich jederzeit telefonisch mit Christine über Manuela unterhalten, meinte Mutti Dombrowski; oder ein Treffen mit Christine ausmachen.

 

Der Gedanke, daß es jetzt die Möglichkeit für mich gäbe, mit Christine Dombrowski eine persönliche Begegnung auszumachen, bereitete mir allerdings nichts als Unbehagen.

Die Nummer Christine Dombrowskis habe ich an dem Samstag sofort vor mir versteckt.

Dann, am Dienstag letzter Woche. Gegen zweiundzwanzig Uhr dreißig, daß ich heimkomme, etwas angetrunken auf meiner Bude eintreffe.

Das bißchen Trunkenheit hatte mir allerdings gereicht, daheim auf ein klein wenig seltsame Einfälle zu kommen. Nach dem Motto: Wenn ich gewisse Dinge könnte, warum denn nicht? Was stand dagegen?

Den Zettel mit der Handy-Nummer Christine Dombrowskis drauf habe ich zu suchen angefangen, ihn zwischen Papier am Schreibtisch gefunden.

Im Anschluß daran habe ich mich mit meiner Telefonie auf den Fußboden gehockt. Telefonieren, das hab' ich mich trotz meiner leichten Trunkenheit am Steuer nicht getraut. Aber angefangen, einen Text zu tippen. 

 

Besser, ich hätte mir das gespart.

Bis jetzt bereue ich das, daß ich das getan habe.

Zeigt der Welt nur wieder mal, wie gefährlich Alkohol für den Anwender ist. Auch wenn ich überhaupt nicht so zu war ...

 

 

Ich schreibe Christine Dombrowski:

 

Hallo, Christine! Bernd hier. Wir kennen uns. Manu und ich waren vor zehn Jahren ein Paar. Jetzt weißt du sicher schon, wer ich bin. Wie geht's Manu denn gerade so? Lg

 

 

 

Mensch, Mensch, Mensch!

Angesoffen, wie ich gewesen bin, hab' ich auch nicht lange gezögert, es abzuschicken. Nicht für ein paar Sekunden. Sofort ging es ab.

Hätte ruhig an einen falschen Adressaten abgehen können.

 

Am folgenden Morgen hat mich dann nicht nur Angelika belästigt. Sondern es sind mir den ganzen Tag über ein paar anonyme Anrufe auf mein Phönchen gekommen.

Ging ich dran, wurde sofort wieder aufgelegt. Oder ich hörte eine bedrohliche Stille. Oder lautes Atmen. Hörte sich nicht wie das von einem Menschen an, sondern hatte so einen befremdlich tierischen Klang. Gräßlich, gefährlich, das Vieh.

 

 

 

 

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