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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 253

13. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Und jetzt beschäftigt mich Christine Dombrowski, die sich mit Begleitung in Anmarsch befindet.

Um demnächst bei mir einzutreffen ...

 

 

Der reinste Wahnsinn.

 

 

*

 

Vierzehnter August, meine Tagebuch-Datei geöffnet.

Donnerstag am Nachmittag. 14:14 Uhr.

 

 

Die Szene festgehalten:

 

Gestern gegen achtzehn Uhr am frühen Abend mußte ich wissen, was los ist, wenn ich Angelika anrufe.

Habe ich also mein Phönchen genommen, Angelikas Nummer in der Telefonliste gesucht und nach den vergangenen Tagen vollster Funkstille bei Angelika angerufen.

Wollte ein frisches offizielles Statement Angelikas vernehmen. Mir die Frage beantworten: Drückt Angelika mich weg?

 

Das hat Angelika denn nicht gemacht. Tatsächlich meldet sich Angelika am anderen Ende. An meine Ohren dringt Angelikas Stimme. Angelika, erfreut über mein Telefonat und nett.

Angelika meinte, es täte ihr leid, daß sie mir bis jetzt keine Kurznachricht geschrieben oder mich angerufen hätte. Gut, daß ich das jetzt gemacht hätte, bei ihr, Angelika, anzurufen.

Angelika sprach, daß das mit dem Abgabetermin ihres Exposés von ihrem Professor verlängert worden sei, nachdem ihr Professor, der aus dem Urlaub aus dem Harz heimgekommen war, ein Auge auf das bisher von ihr, Angelika, Verfertigte geworfen hatte. Der alte Mann hätte zu Angelikas Exposé gesagt, daß das nicht so schlecht wäre. Aber das, was Angelika ihm angebracht hätte, das reiche vom Volumen nicht; Angelika müßte das Thema schon noch weiter ausführen und mit einem Schluß versehen. Einen weiteren Monat gäbe er Angelika dafür noch Zeit. Besser jedoch wäre, Angelika lege ihm das Teil vollständig innerhalb der nächsten vierzehn Tage vor.

Daran arbeitete Angelika nun seit Montag am Nachmittag, ein anständiges Schlußteil für ihr in Druckform einhundertseitiges Exposé zu texten. Ein Ende, das so ausschaute, als wäre es ihre eigene Schöpfung.

 

Klasse, soviel auf einmal von Angelika zu erlauschen. Hatte ich nicht erwartet.

Angelika hat dann gemeint, sie hätte den ganzen Tag über noch nicht viel gegessen.

Redete ich, bei mir wäre bisher auch nicht viel mit Abendessen gewesen. Hätte Angelika nicht die Lust, ins Fisch-Restaurant zu kommen, mich dort zu treffen?

Überraschung, Überraschung. Angelika sagte, sie wolle genau das, nichts andres. Sie, Angelika, wäre es satt, in ihrer Wohnung zu hocken. Raus müßte sie, raus an die Luft und unter die Leute.

 

 

 

 

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