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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 258

15. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Obwohl, wie ich festhalten möchte, meilenweit nichts und niemand bei mir im Umkreis zu erkennen war, der sich näher an mich heranbegeben hätte wollen. Nichtsdestotrotz habe ich die Flucht ergreifen müssen.

Präsentierte mich auf die Weise am Schluß offen dem Feind.

 

Gelaufen bin ich. Um mein Leben gelaufen.

Bis ich feststellte, daß ich im Kreis herumgelaufen war, mich von neuem in der Umgebung des Studentenwohnheims aufhielt. Dorthin bin ich, auf geradem Wege. Und unbelästigt geblieben.

 

Auf meiner Bude oben, bei mir eingesperrt, habe ich eine Stunde gebraucht, mich zu erholen. Hatte ziemlichen Rücken, daß ich irgendwann fürchtete, ich bräuchte einen Notarzt.

Dazu die Angst. Daß Christine Dombrowski und Fransen den Weg zu mir herauffinden.

Der Gedanke kreiselte in mir, Angelika anzurufen, Angelika zu fragen, ob ich nicht zu ihr in die Wohnung kommen dürfte. Weil Leute hinter mir her sind. Bloß, wie hätte sich das für Angelika angehört?

 

Welch ein Ärgernis, daß Angelika mich nicht zu sich hinauf mit hochgehen hatte lassen. Vielleicht hätte es die Geschichte am nächtlichen Nachhauseweg dann nicht für mich gegeben.

Andererseits, befanden sich Christine Dombrowski und dieser Fransen in der Stadt, konnte es von nun an bei jeder alltäglichen Erledigung von mir jetzt zu Vorkommnissen kommen. Daß ich von Fransen und Christine Dombrowski abgepaßt wurde. Daß Fransen und Christine Dombrowski mir mit der Absicht ankamen, mir klarzumachen, was sie beide eigentlich genau von mir wollten.

 

 

*

 

Fünfzehnter August, meine Tagebuch-Datei geöffnet.

Freitag am Nachmittag. 14:43 Uhr.

 

 

Auf keine Kurznachricht auf ihr Phönchen von mir reagiert Angelika. Rufe ich an, geht Angelika nicht ran.

Was ist da schon wieder los, bei Angelika?

 

Habe kaum was schlafen können. Weil ich ohnehin wach war, wollte ich Angelika schon um dreiviertel sieben Uhr anrufen, Angelika fragen, ob ich nicht zu ihr in die Wohnung kommen könnte. Beim Frühstück zubereiten hätte ich ihr helfen können.

In meinen Kurznachrichten habe ich Angelika geschrieben, daß ich ihr etwas erzählen muß. Daß unheimliche Dinge bei mir in der Umgebung vorgehen. Wenn ich erst bei ihr, Angelika, droben bin, würde ich ihr alles genauer erklären.

 

Aber, auf keine Kurznachricht von mir auf ihr Phönchen reagiert Angelika. Rufe ich an, geht Angelika nicht ran.

 

 

 

 

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