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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 260

15. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Ursprünglich hatte ich nach dem Schrecken, der mich unmittelbar beim Tabert-Gelände unten von Geiersdorf gepackt hatte, von dem ich mich nur einigermaßen erholt zeigte, nicht die Absicht, lange an der Unfallkurve Manuela Dombrowskis zu verweilen. Höchstens für einen Rundblick, dann wollte ich weiter.

 

Angenervt schaute ich die Kurvenlandschaft hinunter.

Umgeackert hatte ein Bauer die Bergwiese. Braune, trockene Scharte, die Regen vertragen hätte.

So zwanzig Meter weiter drunten befanden sich kürzlich gepflanzte Tannenbaumschößlinge in mehrfacher Reihe. Wohl dafür gedacht, in ein paar Jahren als höher gewachsene Jungtanne am Weihnachtsmarkt verkauft zu werden.

Dem meterdicken Tannenbaum, den Manuela Dombrowski mit dem Geländewagen Hans-Georg Taberts getroffen hatte, fehlte in Bodennähe ein metergroßes Stück Rinde am Stamm.

Ansonsten stand der altvordere Baum jedoch wie eine Eins. Als hätte ihn nicht viel erwischt ... Während, im Gegensatz dazu, Manuela Dombrowski nichts von einem Glück gehabt hatte, was zumindest ihr irdisches Dasein anbetreffen sollte. Obwohl der Notarzt relativ schnell bei ihr vor Ort war. Feuerwehrleute sie aus ihrem Unglücksfahrzeug herausgeschnitten hatten.

Nichts als den Tod, den der Doktor bei Manuela Dombrowski feststellte. Ein Mann, der sich in solchen Dingen auskennen mußte. Wie andere, die sich Manuela Dombrowski anguckten, ebenfalls vom Ableben Manuela Dombrowskis überzeugt waren.

Äußerlich unverletzt scheinend, wie es mir Zeitungsartikel mitteilten, daß Manuela Dombrowski in der Kühlung des Leichenschauhauses landete. Manuela Dombrowski, an Genickbruch und verschiedenen inneren Verletzungen und so weiter und so fort gestorben. Als Mutti Dombrowski den Sarg ihrer Tochter Manuela unmittelbar vor dem Begräbnis ihres jüngsten Kindes ein letztes Mal öffnen ließ, fiel keinem Bestatter oder sonst einem Zeugen auf, daß Tochter Manuela nicht drinnengelegen wäre.

 

 

Was spielte sich an dem Platz an der Kurve nun weiterhin bei und mit mir ab? Welche Erscheinungen hatte ich?

Man beachte, daß das, wie das in der Kurvengegend der Bergstraße Geiersdorf hinauf und -unter bei mir weitergegangen ist, auch wieder sehr gefährlich für jemanden wäre, wollte er das unter Umständen seiner Umwelt als wirklich erlebte Realität auseinandersetzen.

Das, daß mir dort die nächste Unheimlichkeit passierte, das würde kein normaler, vernünftiger Mensch begreifen können, wollen.

 

 

 

 

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