"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 261
16. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Es bleibt dabei, jeder, dem ich das in meiner Tagebuch-Datei Festgehaltene freiweg erzählen wollte, der das von mir zu hören bekäme, würde sich in meiner Gegenwart offen gegen die Stirn tippen. Bei diesem wie bei den anderen Inhalten sagen: Du bist plemplem, Mann! Solltest dich einliefern lassen. Mußt du doch selber begreifen, daß das Beste für dich wäre. Ich, ich würd's jedenfalls tun. An deiner Stelle.
Stimmt schon.
Mir ist das alles ja auch selber suspekt.
Ich habe wirklich nicht die allergeringste Ahnung, wie Dinge mir dergestalt sein können.
Muß das richtiggehend ertragen, das Unerklärliche, alles, was seit meiner Begegnung mit Manuela Dombrowski an jenem Sommernachmittag im Juli an Makabrem, Unheimlichem bei mir abgegangen war und ist.
Außer es erklärt sich dadurch, daß es ausschließlich mit meinem Gehirn zu tun hat. Daß es mir deswegen ab und zu Kleinigkeiten als Realität vormacht.
Etwas unter meiner Schädeldecke ...
Wäre vielleicht ein Arztbesuch für mich keine schlechte Wahl. Hätte ich dazu Lust.
Das möchte ich beschreiben. Das Geschehnis an der Unglückskurve.
Das hat sich mit mir dort in der Weise abgespielt. Kann nicht sagen, warum desgleichen zum wiederholten Male bei mir sein konnte.
Hier, in dieser Datei, darf ich das jedoch tippen.
Muß ja nicht unbedingt sein, daß das hier einmal jemandem zu lesen gebe.
Höchstens Ärzten, wenn es hochkommt. Oder daß ich bei Gelegenheit Angelika einweihe ...
Nun weiter im Text:
Die Leitplanke, vor der ich gestanden bin - lange war die natürlich wieder eine neue, seit dem Abflug Manuela Dombrowskis.
Ein Hinweis, daß das ein Unglücksort war, waren Kerzen, Blumen, die ungefähr in der Mitte der gebogenen Leitplankengegend der Kurve dicht beieinander am bewuchsfreien Erdboden herumstanden.
Ich blickte Teelichter, weiße, blaue, rote Grabkerzen, wie Leute sie am Friedhof sie auf die Gräber stellen. Mit und ohne Windschutz.
Zwei ältere Blumensträuße lagen auf der Erde. Sogar einen ganz frischen Strauß mit roten und weißen Rosen, Astern dazwischen geschoben.
Diese relative Kerzendichte, Blümeleinmenge - marschierten öfters welche aus dem Tabert-Haus an die Kurve herunter ...?
Tatsächlich schaute das Gesamte nach einer kleinen Pilgerstätte aus. Ein Ort, zu dem Leute hinpilgerten, bei ihm Andacht zu halten. Anstelle von Hans-Georg Tabert.
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