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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 275

20. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Ich blicke Fransen, klar und deutlich, nur ein paar Meter von mir entfernt.

Dann blinzle ich, und Fransen ist verschwunden.

Ein Etage drunter: Das komisch aufwärts gerichtete Gesicht, das ich zu sehen glaubte, war ebenfalls das von - Fransen.

Jenem Fransen.

 

Wie hätte Fransen das aber machen sollen, stand Fransen bereits in meiner unmittebarer Nähe auf der Gehfläche oben, lautlos und wie der Blitz wieder die Treppe hinunterzukommen? Oder war er einfach weg, wie fortgeblinkt?

Nicht begreiflich.

Warum nehme ich Fransen überhaupt als eine Erscheinung wahr? Was will er denn? Wer ist er denn?

 

 

Halten wir hier textlich noch mal kurz fest: Robbie sieht eine grellblonde, aufgetakelte Frauensperson, einen schwarzen Ledermini um die Hüften, mit ihren langen Beinen auf hockhackigen roten Schuhen stehend. Die fragt ihn, Robbie, drunten vorm Wohnheim - nach mir.

Ich denke, das ist Christine Dombrowski.

Der Beschreibung nach, die Robbie mir abgeliefert hat, ist das Christine Dombrowski, die ältere Schwester Manuela Dombrowskis. Von Christine Dombrowski weiß ich, daß sie als Prostituierte arbeitet.

Einen Begleiter hat die, die ich für Christine Dombrowski halte, das ist eine heruntergekommene Type mit Hut und Regenmantel.

Meiner Meinung nach, wie Robbie ihn mir beschrieb, ist das Fransen.

 

Wahnsinn.

Blanker Terror.

 

Was wollen die nur von mir?

Was habe ich, daß die mich verfolgen müssen?

 

Das übersteigt meinen geistigen Horizont.

 

 

 

Nehmen wir nur mal die Fransen genannte Figur ...

Wer ist der?

 

Wie ich Fransen bisher kennengelernt habe, ist Fransen nichts als der hinterletzte Penner.

Trägt am liebsten fleckiges, schäbiges, an manchen Stellen zerrissenes Gewand.

Hat aber so einen metallenen Spazierstock bei sich, der - wenn ich mich an das gute Stück, das ich mir an der Kurve der Geiersdorfer Bergstraße kurz angesehen habe, erinnere - nicht eben billig sein mußte.

Oben am Knauf dieses Gehstocks befand sich ein Aufsatz mit einem behörnten Dämonen, ein Drachenvieh mit weit aufgerissenem Maul.

Plastisch sehr lebendig wirkend. Demnach künstlerisch wertvoll. Somit möglich, daß man einen guten Preis für das Ding erhalten könnte, würde man es irgendwo verkaufen oder versteigern wollen.

 

 

 

 

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