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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 278

21. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Geduscht habe ich.

Danach bin ich aus der Duschkabine raus, habe den Spiegel mit einem Papiertuch trockengewischt.

 

Und - was sehe ich?

Ich habe ein kleines Veilchen.

Unter meinem linken Auge hat es sich bläulich verfärbt.

Könnte möglich sein, daß sich das mit der blauen Verfärbung noch größerflächiger ausdehnt.

 

Seitlich hinten am rechten Oberarm bemerke ich so rote Hautpunkte, Kratzer, als wäre ich mit Arm, Schulter grob eine gekörnte Hauswand entlanggeschrubbt.

Am linken Unterarm läßt sich eine schräge, zehn Zentimeter lange Schnittwunde erkennen. Als hätte mich da ein Messer knapp dort nicht tiefer erwischt.

Mehrere grüne, blaue Flecke pflasterten meine Hüften, meinen Bauch. Konnten Hinterlassenschaften von Faustschlägen sein, die mich getroffen hatten.

Oder was?

 

Ich recke das Kinn hoch - sieht es an meiner Halsseite links aus, als hätte mich da irgendwas gebissen.

Die Bartstoppel waren mir im Wege. Habe ich mich also rasiert, mir das genau anzusehen.

Zwei ganz leicht wahrnehmbare Vertiefungen. Als hätten spitze Zähne, so zwei Zentimeter auseinander, da kurz reingestochen, ohne daß ihr Biß richtig unter die Haut gegangen wäre.

Echt wahr!

Eh, jemand mit einem Vampirgebiß?

 

 

Könnte ich mich nur an irgendwas heute erinnern ...

Was den ganzen Tag über und vor zweiundzwanzig Uhr bei mir los war. Nichts weiß ich.

Nur, tote Hose.

 

He, gerade sehe ich einen schwarzen Schemen vor meinem geistigen Auge ...

Denke, das ist Fransen. Der bei mir vorne dran. Fransens lange Arme ...

Kämpfe ich mit Fransen?

Aber wo ...? Warum ...?

Warum sollte ich überhaupt aus meiner Bude rausmachen? Ich meine, außer nach nebenan. Für einen Besuch bei einem Wohnheimnachbarn, -in. Höchstens Kathrin wäre mein Fall.

Zu Kathrin rein in die gute Stube, viel mit Kathrin mich zu unterhalten ...

 

 

Versteh' die Szene bei mir nicht.

Das haut mich aus den Socken.

 

 

 

 

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