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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 281

22. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Sehr schnell läuft das vor meinem geistigen Auge ab, was ich bisher hier schon in meine Tagebuch-Datei getippt habe.

Das Gesamte hat aber auch ein Ende, das ich hier noch nicht beschrieben habe ...

Der letzte Teil meiner Erinnerung, als ich mich an jenem Nachmittag an der Kurve aufhielt, aus der heraus Manuela Dombrowski in dem Geländewagen aus Hans-Georg Taberts Besitz den Abflug in den Tod gemacht hatte.

 

 

Man stelle sich vor, auch heute noch verspüre ich diese hübschen, grellen Stiche. Von hinten unten, Höhe Steißbein, war das die reinste Ungemütlichkeit. Von dort strahlte es herauf. Unter großen Schmerzen bin ich nach dem Abgang Fransens aus der steilen Anhöhe herab unten am Straßenrand angekommen, baldige Lahmheit fürchtend, auf die Dauer die Fahrt im Rollstuhl.

Die drei Nordic-walkling-Weiber sehe ich immer noch dort die Straße runter am selben Platz wie zuvor herumstehen. Als hätte jemand sie abzuholen vergessen.

Nach mir gucken sie in einer Tour.

Bei einer der Damen - der mittleren - bemerke ich, daß sie etwas Flaches, Dunkles mit abgerundeten Kanten sich ans Ohr gedrückt hielt. Diejenige war das, die im weißen Shirt zur roten, langen Sporthose. Die zwei links und rechts nebendran trugen schwarze Radlerhosen und gelbe Sportlerinnen-Shirts.

War mir auf der Stelle klar, was die in der Mitte angestellt hatte. Was die vom Ohrläppchen wegnahm, war ihre mobile Telefonie. Die hatte mit ihrem Telefon bei der Polizei angerufen. Dem Beamten am anderen Ende der Leitung kurz erklärende Worte gesprochen. Beschreibung der vorgefundenen Situation, und die Örtlichkeit, wo sich alles abspielte.

Ein Polizeiauto, das in den nächsten paar Minuten bei der beschriebenen Örtlichkeit vorbeigefahren kommen würde. Wie lange das dauerte, bis das Fahrzeug mit der Polizeimannschaft daherfuhr, das kam ganz drauf an, wo das nächste Herumfahrautomobil aus dem Polizeifuhrpark sich während diesen Momenten unterwegs gerade aufhielt.

Fransen, der mir mit seinem metallenen Gehstock keine über die Rübe ziehen hatte können, war dem Szenenbild lange hinein in die Weiten der Waldwelt entschwunden. Einzig und alleine ich, ich war der, blöderweise weiterhin in Persona anwesend. Zusammen mit denen aus dem Milieu der sportlich-aktiven Damengesellschaft, jede mit einem Paar Skistöcken ausgerüstest, anzutreffen.

 

Finster, zu allem fähig, daß ich aus der Wäsche guckte. Verschwitzt mein Aussehen, mit wild verzerrten Gesichtszügen.

 

 

 

 

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