"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 291
26. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Andererseits habe ich eigentlich überhaupt keine Lust, mit jemandem viele Zeilen zu tauschen.
Irgendwie fehlt mir dazu momentan der Antrieb. Fand das alles auch schon reizvoller.
Das Ding hier ist allerdings trotzdem an, will für was benutzt werden ...
Ah, Scheiße, kann ich gut das berichten, wie das mir passiert ist, daß sie mich in ein Sanatorium eingeliefert haben. Wie es so weit kommen hatte müssen.
In das Meinhardt-Sanatorium, auf den Wunsch Angelikas hin. Weil man Patienten im Meinhardt-Sanatorium täglich und lange besuchen darf.
Das Meinhardt-Sanatorium, die Irre für die Familien, die es sich leisten können.
Eineinhalb Wochen war ich im Meinhardt-Sanatorium Inventar. Mit Tests und Sitzungen auf der Psychiatrie, Untersuchungen auf der neurologischen Station.
Mit mir waren die vom Meinhardt-Sanatorium zugange.
War schwer für mich, den kitteltragenden Leuten irgendwas von wegen meiner geistigen Gesundheit zu beweisen. Muß schon sagen, die Manuela-Geschichte, die hat so gewisse bedenkliche Nuancen, hat man da den falschen Zungenschlag drauf ...
Wäre Angelika mit ihrem Geld nicht gewesen, ich weiß nicht, ich ... Vielleicht bin ich ein Fall, von dem außenstehende Beobachter sagen könnten: Geld hilft. Geld hilft überall und für alles.
Mit der Hilfe Angelikas und angesichts einer größeren Spende von Angelikas Eltern an das Meinhardt-Sanatorium bin ich nach zehn Tagen der Inneneinrichtung des Meinhardt-Sanatoriums bis auf weiteres und unter Auflagen entkommen.
Das heißt, wäre ich ein durchgeknallter Gewalttäter gewesen, ein Mann für Sexualdelikte, Pädophilie, ebenso eine Drogen-Type, hätte sich für mich die Möglichkeit trotzdem eher schlecht ergeben.
So aber hatte ich eine gute Sozialprognose, Angelika wollte mich, und das nicht nur während den stundenlang ausdehnbaren Besuchszeiten im Meinhardt-Sanatorium.
Mit der Auflage durfte ich an der Seite Angelikas das Meinhardt-Sanatorium verlassen, daß Angelika ständig ein waches Auge auf mich hätte und ich mich außerhalb des Meinhardt-Sanatoriums unverzüglich in psychiatrische Behandlung begäbe.
Hier kommt Frau Doktor Hella ins Spiel. Zu Frau Doktor Hella mußte ich, und Angelika, von Frau Hella hin und weg, voll mit allem einverstanden, was Frau Hella laberte.
Frau Doktor Hella, die, was die externen Fälle angeht, mit dem Meinhardt-Sanatorium zusammenarbeitet. Man könnte sogar so sagen: Frau Doktor Hella ist das Meinhardt-Sanatorium, nur exterritorial.
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