"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 308
31. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Hatte von manchen Stellen an Armen, Beinen her ein Ziehen - Muskelkater -, als hätte ich die Nachtstunden über spontan was mehr Bewegungssport getrieben. Außerdem spürte ich grelle, böse Stiche von meinem unteren Rückgrat her.
War mir unerklärlich, alles, weil ich nicht mal mit Angelika Sex hatte. Erinnerte mich an nichts.
Brauchte eine hübsche Zeitlang, mich mit Gestöhne in die Sitzposition hochzurappeln. Hätte ich Angelika am Flur draußen gehört, hätte ich Angelika um Hilfe gerufen.
Sitze so am Sofa rum, verdrehe vor Schmerz die Augen, stöhne.
Mein Läppie-Monitor am Schreibtisch war angeschaltet. Dorthin bin ich, nachdem ich aufstehen hatte können, zuerst im Halbdunkel getappt.
Getextet hatte ich nichts. Das Ding war an, sonst nichts. Zweck: die reine Stromverschwendung.
Anschließend habe ich zum Lichtschalter gemacht, habe den Schalter gedrückt, daß das elektrische Licht schlagartig die Räumlichkeit flutete.
Das Wahnsinnige hat sich erst richtig eingestellt, nachdem ich barfuß ins gemeinsame Schlafzimmer von Angelika und mir getrottet bin.
Dort, an das Nachtkästchen auf meiner normalen Schlafseite, wenn Angelika und ich zusammen die Nacht verbrachten, stand er angelehnt. Der Spazierstock.
Hammermäßig.
Eiskalt ist mir der Schreck in sämtliche schmerzenden Glieder gefahren.
Ich kannte das Ding schließlich nur zu gut. Wußte auf der Stelle, um was es sich handelte. Wer der war, dem das eigentlich gehörte.
Das einzige, was ich mir nicht erklären konnte, war, wo das gute Stück urplötzlich herkam. Warum befand sich Fransens Geh-, Spazierstock hier an dem Platz in dem gemeinsamen Schlafzimmer von Angelika und mir?
Hatten wir unerwünschte Gäste, Angelika und ich?
Sämtliche Räumlichkeiten von Angelikas Wohnung bin ich abgelaufen. Fast die Schließmuskeln hinten und vorne, bei mir außer Kontrolle.
Allerdings: Kein Mensch da.
Blieb bloß noch Angelikas Arbeitszimmer.
Habe ich aufgeregt an der abgesperrten Türe geklopft.
Weil Angelika nicht aufmachen wollte, wild mit der Unterfläche der geballten Faust dagegengehauen. Drei-, viermal.
Jetzt öffnete Angelika mir, meint zu mir, ob ich einen Vogel hätte.
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