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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 309

1. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Herzflattern hatte ich. Aber ein Blick genügte mir, zu überschauen, daß nichts und niemand bei Angelika im Raum drinnen war. Nur der Ausdruck von Angelikas Augen, der ließ sich nicht verleugnen. Die Art, wie Angelika mich anblickte. Als hätte Angelika einen vor sich, der nicht ganz bei Trost wäre.

Glücklicherweise war Angelikas Laune nicht übermäßig schlecht, so daß Angelika nicht unverzüglich Frau Doktor Hella anrufen mußte. Beruhigen konnte ich Angelika, daß ich gemeint hätte, ich hätte gehört, daß sie, Angelika, mich gerufen hätte. Und als ich dann vor der verschlossenen Türe gestanden wäre, hätte ich gedacht ...

Ausgelacht hat Angelika mich. Wegen meiner Sorgen. Wegen ihr, Angelika.

 

 

Wo Fransens Gehstock herkommt, das wird mir immer unerklärlicher.

An nichts konnte, kann ich mich erinnern, was gestern abend oder im Verlauf der Nacht war. An überhaupt nichts. Ein einziges schwarzes Loch.

Ab dem Moment meines Erwachens heute morgen fängt mein Erinnern an.

 

Bald baue ich ein paar kleine Kameras auf, mich und mein nächtliches Treiben zu beobachten. Zu überwachen.

Mein Läppie-Aufnahmegerät war leider nicht an. Vielleicht sollte ich zumindest das anmachen. Wirkt auch wie ein Auge, das meine Zimmerwelt ungefähr überblickt.

Das kann nicht sein, daß ich des Nachts Dinge treibe. Von denen ich am Schluß nach meinem Aufwachen nicht das geringste weiß.

 

Das mit den Minikameras, ein Einfall.

Wenn jemand bei mir und in Angelikas Wohnung gewesen wäre, könnte ich das mit ein paar Kameraaugen Aufgenommene tags drauf auf der Speicherplatte anschauen. Hätte ich Kameras angebracht. Bräuchte dazu nur Klicks, hätte die Beweise. Könnte Angelika sich was angucken.

 

Was war das überhaupt?

Fransen, marschiert der in Angelikas Wohnlichkeit zu mir und Angelika hinein, entschließt Fransen sich später wieder für den Abgang hinaus, läßt Fransen doch nicht extra seinen eisernen Spazierstock zurück.

Kaum möglich. Oder?

Schlußendlich: Was hätte Fransen davon, seinen Metallstock bei Angelika und mir in der Wohnlichkeit zu vergessen?

Kann ich mir nicht vorstellen.

 

 

Was ist das jedoch bei mir? Was weist darauf hin, daß ich Gewalt ausgeübt habe, ich Fransen sein Schlaggerät tatsächlich abgenommen haben könnte?

 

 

 

 

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