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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 31

26. Februar 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

 

Zwei Kerle im Teenageralter, so Jeans an, räkelten sich links von mir in der Umgebung herum. Sonnten sich.

Hatten Bierdosen bei sich rumstehen. Eine Eineinhalb-Liter-Cola-Flasche. Und eine Flasche selbst im Supermarkt nicht billigen Whisky.

 

Vielleicht mal gestohlen, die Whisky-Pulle, fällt mir zu denken ein.

Auch jetzt, Tagebuch, hier bei meiner Tipperei mit zugeschaltetem Schreibprogramm meine Denke.

Daraus ergibt sich eine klare Szene.

Aber nichts, das einem unheimlich ankäme. Nichts, was einen auch nur im mindesten was an so etwas denken ließe.

Außer, man fände es horrormäßig, daß dem mit der roten Schirmmütze am Kopf auf mein Blick zu ihnen hinüber, den Freunden, reichte. Zuviel schienen meine Augen ihm auszudrücken.

Zu mir her meint der, ob ich was will. Was will, weil ich so blöde rangucke. Vielleicht möchte ich eine, eine abkriegen. Eine nett in die Scheiß-Fresse rein. Daß mir Zähne fliegen.

 

Nein, nein, Tagebuch. Habe von keinen von denen eine in die Fresse gekriegt.

Weil ich schnell die Handflächen gehoben hab': 'Friede, Leute.'

Aufgestanden bin ich vom Platz. Ohne nachhaltigen Kommentar vermeldet zu bekommen, hab' ich mir meinen Müll gegriffen, ihn weggetragen. Weg von ihnen, den beiden Kollegen.

 

 

Mann, Tagebuch, die zwei Burschis haben meinen weiteren Weg in mein Unglück nicht gestört.

Vielleicht besser, ich hätte mich mit denen geprügelt oder so. Wäre das unter Umständen gesünder für mich gewesen.

Hätte sich für mich beim Fortschreiten der Zeit eventuell eine andere Welt ergeben, als die, die mir entstanden ist.

Weil das, was mir anschließend Wirklichkeit geworden ist, das macht mich heute ganz verrückt.

Echt der Wahnsinn.

 

 

Stopp! Stopp!

Was für den Horror war der Nachmittag lange, lange nicht.

 

 

Vollkommen in Ordnung war ich.

Ja, allerbeste Stimmung bei mir.

 

 

 

 

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