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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 327

7. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Müßte wirklich wirklich ...

 

Das Leben ist schließlich kein Computerspiel. Eins, in dem es unendlich viele Möglichkeiten gibt, Tode zu sterben, um wiederaufzuerstehen. Gesund und munter, in der gleichen mörderischen Situation wie zuvor. Eine, die nicht mir nichts, dir nicht zu überleben war. Um diese aufs neue durchzuspielen.

Bis ich die Lage endlich bewältigt hatte. Geschafft, das Level. Jetzt ging's endlich weiter zum nächsten.

Auf dem hat es mich, kaum eingetroffen auf der Bildfläche, sofort wieder erwischt. Bin eigentlich mausetot. In der gleichen Haut gäb's als Mensch nichts mehr für mich.

Nein, das eine heißt Spiel, Spaß, Spannung. Das andere Realität. In der Realität hieß der Tod Tod.

 

Nichtsdestotrotz hatte ich Manuela Dombrowski gesehen, getroffen. Manuela Dombrowski war für mich sehr körperlich, real. 

Angefaßt hatte ich Manuela Dombrowski, meine Freundin aus Teenager-Tagen. Sogar geküßt hatte ich Manuela Dombrowski. Nur einen Zungenkuß gab es nicht.

Und das alles, obwohl Manuela Dombrowski da bereits lange am Gnaden-Friedhof der Stadt unter der Erde in einem Holzsarg ihr Plätzchen hatte.

Und genau das war es, das verwirrte meinen Geist. Das machte mich kirre, irre.

Oder wie sollte ich mir die anderen Erscheinungen im Zusammenhang mit Manuela Dombrowski erklären? Als mit Irrsinn.

Auf Fotografien, daß mir die festgehaltene Szene plötzlich zum Leben erwachte. Als hätte nur kurz ein Film gestoppt, der jetzt aber am Bildschirm weiterlief. Als wäre das keine ordinäre Fotopappe, die ich in den Fingern hielt, sondern irgendeine elektronische Gerätschaft mit Speicherchip drinnen. Die Wärme meiner Hand bringt Bilder zum Laufen.

 

 

Wie ich es auch drehte und wendete, ich kam wieder mal beim Nachdenken über alles zu keinem brauchbaren Ergebnis. Ich blieb der für die Irre, der, dem Puzzleteile fehlten.

Mein Läppie wollte ich zugeklappt lassen. Mußte mit dem Zeug nicht von neuem anfangen.

Auch wenn ich sicher nicht schlafen würde können, ein bißchen mich auf mein Bett legen, das konnte ich trotzdem. So müde, ausgelaugt, wie ich mich plötzlich fühlte. Ein paar Tränen, die mir die Wangen hinunterliefen.

Plötzlich klopfte es lautstark an der Tür meiner Bude. Daß ich am Drehstuhl heftigst zusammenschrak.

Das Klopfen wiederholte sich.

 

 

 

 

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