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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 351

16. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Ohne Angelika wäre meine kleine Welt eine andere. Eine ganz andere.

Daß ich nach ein paar Tagen aus dem Meinhardt-Sanatorium hinausmachen durfte, habe ich Angelika zu verdanken. Schließlich hätte mich die Leitung des Meinhardt-Sanatoriums gerne noch ein paar Wochen, Monate behalten.

Gäbe es Frau Doktor Hella, die Psychologin mit Stadtpraxis, nicht, die mit dem Meinhardt-Sanatorium zusammenarbeitet, hätte es das mit meiner Freiheit auch nicht gegeben.

Mit Angelika zusammen jedoch kann ich mir Frau Doktor Hella leisten. Genauer gesagt, Angelika leistet sich die Frau, Frau Doktor Hella, alleine.

 

Wirklich unvorstellbar, was ohne Angelika bei mir los wäre.

Habe mir schon gedacht, ob ich nicht in Privatinsolvenz leben würde. Mit einem Ausgabensverwalter, Gläubigerschutz  für mein Konto.

Vielleicht hätte ich in einer Arme-Männer-Kommune ein mickriges, verschimmeltes Zimmer. Mein Essen bekäme ich in der Armenspeisung. Oder müßte mir Lebensmittel nahe am Ablaufdatum irgendwo bei einer Stadttafel abholen.

 

 

Was soll ich damit weitertippen? Es ist dem nicht so.

Weil ich Angelika habe.

Nur bleibt festzuhalten - das ist die Wahrheit -: Ohne Angelika an meiner Seite wäre ich nichts.

Da haben Angelikas Eltern vollkommen recht. Angelikas Eltern, für die ich ein Möchtegern und Taugenichts bin.

 

Für wen das nicht richtig zu verstehen ist, welchen geldwerten Aufwand Angelika die letzten Monate mit mir betrieben hat, kann Angelikas Verhältnis zu mir vielleicht mit einem Wort erklärt werden.

Liebe.

Wie Betsy diesen Broker-Karlie liebt, so liebt Angelika mich.

 

 

Das kann nur Liebe sein, die Liebe machen.

Das Codewort ist: Liebe. So romantisch.

 

 

*

 

Elfter November, foxy.jpg. offen.

Montag am Nachmittag. Oder am frühen Abend. Was immer. 18:01 Uhr.

 

 

Angelika ist um sechzehn Uhr nach der letzten ihrer Vorlesungen mit dem Stadtbus nicht zu mir in ihre Wohnung heimgereist.

 

 

 

 

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