"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 364
20. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Gestern vormittag im Zugabteil dachte ich noch, ich reise, nachdem ich alles, was ich zu erledigen hatte, erledigt hätte, im ersten Nachtzug wieder zu Angelika hoch. Daß ich früh morgens vor der Türe von Angelikas Wohnung stehen könnte, klingeln, Angelika mitteilen, daß ich zurück bei ihr bin.
Das hat sich anders entwickelt.
Die Nacht habe ich auf meinem Zimmer in meinem Elternhaus verbracht, um am Vormittag von dort im Taxi wieder abzufahren.
Angelika muß hübsch zornig auf mich sein, wegen meiner Funkstille bei ihr, wenn es Angelika nicht einfällt, sich in bei meinen Eltern nach meinem Verbleib zu erkundigen. Nicht ein einzigesmal, daß Angelika drunten angerufen hat. Nicht auf den Gedanken, daß Angelika gekommen ist.
Nützt es aber was?
Wollte nicht, daß Angelika schon alles erfährt, ich, wenn ich zu Angelika in die Wohnung zurückkomme, Kittelträger aus dem Meinhardt-Sanatorium auf mich warten. Welche, die mir zu einer unvermittelten Abreise ins Meinhardt-Sanatorium verhelfen.
Von Angelika wird ein neuer Kontakt zu Frau Doktor Hella hergestellt ...
Hieb- und Stichfest sollte das, was ich Angelika auseinandersetzen möchte, das war die Intention meiner gestrigen Unternehmungen.
Trotzdem wird es keine einfache Auseinersetzung, die ich mit Angelika haben werde. Eher ein Kampf.
Die Äxte und Morgensterne werden zwischen Angelika und mir hin- und herfliegen, gegen die Rüstungen schmettern. Krachend.
Mein Metall darf mir dabei nicht wie nichts entzweigehen. Ich muß im Angesicht Angelikas siegen.
Siege ich mit meinem Blatt nicht ...
Weswegen ich hinuntergefahren bin, um auf meinen altvorderen Kinderzimmer zu landen ...?
Am Nachmittag war ich bei Manuela Dombrowskis Mutti.
In der Wohnung der Dombrowskis in der Hegelstraße war ich. Bei Mutti Dombrowski.
Ah, Mutti Dombrowski war am Dauerflennen.
Grund: Der alte Dombrowski, Mutti Dombrowskis Ehegemahl und Manuela Dombrowskis Vater, der saß schon wieder ein.
Erst Mitte Februar war der Mann entlassen worden. Einen Alkoholentzug im Bezirksklinikum sollte der alte Dombrowski freiwillig machen, weigerte sich aber.
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