"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 383
27. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Endlich, erstmals für den heutigen Tag, darf ich wo einsam und verlassen sein. Mir selber überlassen.
Nach dreieinhalb Wochen Meinhardt-Sanatorium habe ich jetzt vorhin mein Läppie wieder eingeschaltet.
Das Teil, das funktioniert noch. Hatte nichts abbekommen.
Schon richtig, dreieinhalb Wochen Meinhardt-Sanatorium. Eigentlich war ich aber seit meinem letzten Eintrag in foxy.jpg. knapp jeden Tag in einer psychiatrischen Einrichtung.
Ehe für mich die Reise ins Meinhardt-Sanatorium ging, war ich unten in meiner alten Heimat - der Ort, wo meine Eltern wohnen - in einem Bezirksklinikum.
In dem Mutti mich werktäglich während den üblichen Besuchszeiten aufgesucht hat. Bis die Formalitäten erledigt waren, ich meine die zwischen dem Bezirksklinikum und dem Meinhardt-Sanatorium. Das Meinhardt-Sanatorium, das auf die Veranlassung Angelikas hin das Bezirksklinikum kontaktierte.
Am vierten Tag meinem Aufenthalts in dem Bezirksklinikum hat der Meinhardt-Sanatorium-Transporter mich abgeholt, sich mit mir auf die Fahrt ins Meinhardt-Sanatorium begeben.
Telefonisch hatte Angelika es meiner Mutti auseinandergesetzt, daß ich im Meinhardt-Sanatorium, in dem die Ärzteschaft schon lange mit meinem Fall vertraut war und an das Angelika bei meiner Anwesenheit zahlte, am besten aufgehoben wäre. Außerdem würde Angelika, die ohnehin meine ehrenamtliche Betreuerin war, mich im Meinhardt-Sanatorium besuchen kommen. Natürlich würde sie, meine Mutti, von ihr, Angelika, über jeden meiner Fortschritte auf dem laufenden gehalten.
Seit meinem letzten foxy.jpg.-Eintrag einmal eine kleine Runde Bezirksklinikum, dann zurück im Parcours Meinhardt-Sanatorium - wie das denn? Wie bin ich denn dort überall hingeraten?
Berechtigte Fragen, die am Platz aufgeworfen werden.
Die Geschichte, die ist in foxy.jpg.-tauglich. Für foxy.jpg. von Interesse.
Was ist also geschehen?
An manches erinnere ich mich nicht mehr so genau. Das erste allerdings ist, daß ich von einer grünen Wiese auf eine geteerte Straße taumele. Dort fährt in dem Moment ein Auto heran. Das mich an der Hüfte erwischt.
Der Donnerstagmorgen, fünfzehnter Mai.
Das weiß ich, weil es mir erzählt wurde.
Die Frau, die mich mit ihrem Fahrzeug gestreift hat, war die Geiersdorfer Bergstraße hinab auf der Reise, ihre sechzehnjährige Tochter ins Geschwister-Scholl-Gymnasium zu bringen.
Ins Geschwister-Scholl-Gymnasium. Auf dem war ich auch Schüler. Dort habe ich mein Abitur gemacht.
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