"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 427
16. Juli 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Ein paar Bilder, auf denen Manuela Christiane und Herr Hans-Georg Tabert zu sehen waren, müßte sie besessen haben. Jetzt wäre allerdings kein einziges mehr da. Warum, das könnte sie, Frau Tatjana Christine Dombrowski, ihnen, den Mitarbeitern, -innen der Detektei Umschau, nicht genau sagen. Vielleicht, daß Manuela Christiane sie vor Jahren irgendwann weggeholt hätte. Oder Christine Marianne hätte das getan, aus irgendeinem Grund. Auch Manuel Ernst selber, der könnte das gemacht haben. Manuel Ernst konnte Herrn Hans-Georg Tabert nicht mehr ausstehen, nachdem das mit dem Unglück Manuela Christianes damals geschehen war. Einmal erinnere sie, Frau Tatjana Christine Dombrowski, sich daran, daß ihr Manuel Ernst im Freien Fotos aus einem Karton in einem Metalleimer verbrannt hätte. Jedenfalls wären die Fotos Manuela Christianes mit Herrn Hans-Georg Tabert alle weg, fort. Viele andere Fotografien wären dafür noch zum Anschauen übrig, denen fehlte nichts.
Von Ihnen wissen wir, Herr Doktor Weil-Esch, daß Sie wirklich alles interessiert. Alles sollen wir Ihnen mitteilen, was es an Wissenswertem in der Angelegenheit Bernd Reil im Zusammenhang mit foxy.jpg. gibt.
Nun, Herr Doktor Weil-Esch, dazu gehört auch weiterhin das ...
Mit meinen Mitarbeitern, -innen ist Frau Tatjana Christine Dombrowski letztens so allgemein in ihrem schäbigen Wohnzimmer herumgesessen. Dabei hatte Frau Tatjana Christine Dombrowski so eine Fotografie ihrer achtjährigen Tochter Manuela Christiane in den Fingern. Tochter Manuela Christiane in einem blauen Badehöschen und sonst nichts an hockt mit kleinem roten Plastikeimer und einer gelben Plastiksandschaufel am Strand eines Kiesweihers.
Frau Tatjana Christine Dombrowski bricht unvermittelt in Tränen aus. Gemeint hat Frau Tatjana Christine Dombrowski, daß sie ihren Töchtern Christine Marianne und Manuela Christiane sicher nie die beste Mutter war. Schon früh hätten Christine Marianne und Manuela Christiane mit ihr, ihrer Mutti, mitkommen müssen.
Bei Tochter Christine Marianne war es mit acht. Bei Tochter Manuela Christiane die Jahre drauf mit neun.
Da hat sie, Frau Tatjana Christine Dombrowski, ihre beiden Kinder im Zug mitgenommen. In die große Stadt.
Die Tage vorher hat Frau Tatjana Christine Dombrowski dem Mädchen Manuela Christiane alles ganz genau erklärt. Wie sie es früher bei Christine Marianne getan habe. Klein Manuela Christiane es wiederholt auseinandergesetzt, was sie zu tun hätte. Wie das sein würde. Und daß der Schmerz kleiner oder größer sein konnte, je nachdem; das Blut beim ersten Mal würde nicht viel ausmachen. Das wäre aber eine Notwendigkeit für Klein Manuela Christiane, wenn sie weiter schöne Spielsachen haben wollten, hübsche Kleider für die Schule oder für sonst unterwegs, gutes Essen, daß Klein Manuela Christiane alles genauso mitmachen müßte, wie Mutti es ihr gesagt hätte. Dann gäbe es bei nichts ein Problem, würde Vati nicht zu schimpfen anfangen.
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