"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 429
16. Juli 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
In einem Erziehungsheim wollte Manuela Christiane denn schließlich echt nicht landen. Das war kein angenehmer Gedanke für Manuela Christiane, plötzlich keinen Papi und keine Mutti mehr zu haben. Auch keine Schwester mehr. Christine Marianne, die Schwester, die mußte bestimmt ebenfalls von ihren Eltern fort, Schwester Christine Marianne bloß in ein anderes Heim. Da nahm Manuela Christiane am Schluß lieber das neue Fahrrad, ging mit Mutti Tatjana Christine und Schwester Christine Marianne in die Eisdiele. Ins Kino. Und fuhr bereitwilliger das Wochenende oder in den Ferien für ein, zwei Wochen mit Mutti zu Tante Melinda in die große Stadt hinauf.
Ein Herz und eine Seele waren Manuela Christiane und Christine Marianne mit zehn, elf, zwölf. Führten kleine Modeschauen auf, wenn sie sich von ihrem Geld neue Röcke, Hosen kaufen hatten dürfen. Stunden verbrachten Manuela Christiane und Christine Marianne an ihren Spielkonsolen. Immer die neuesten Spiele hatten die beiden. Haufenweise Spiele. Jede der Schwestern hatte auf ihrem Zimmer einen eigenen Internet-Anschluß. Verdient hatten die beiden es sich.
Das wissen wir von der Detektei Umschau von Frau Tatjana Christine Dombrowski, Herr Doktor Weil-Esch.
Herr Manuel Ernst Dombrowski lebt jedoch heute nicht mehr. Seine Tochter Manuela Christiane sollte ebenfalls tot sein.
Übriggeblieben sind von der Familie Dombrowski die Ehefrau des Herrn Manuela Ernst Dombrowski, Frau Tatjana Christine Dombrowski. Und Manuela Christianes ältere Schwester Christine Marianne.
Das heißt, würden wir von der Detektei Umschau diese alten Dinge, die bei der Familie Dombrowski vorgefallen sind, zur Anzeige bringen, beträfe das in der Gegenwart höchstens die Mutter, Frau Tatjana Christine Dombrowski.
Wie das Ganze aussieht, genügen uns, uns von der Detektei Umschau, die Tränen, die Frau Tatjana Christine Dombrowski in unserer - auch in meiner - Anwesenheit vergossen hat.
Tränen allerdings, die bei Frau Tatjana Christine Dombrowski so schnell wieder trocknen wie sie gekommen sind.
Was sollen wir deswegen lange unternehmen? Jahrzehnte her, das bei den Dombrowskis alles.
In Ihrem Sinne, Herr Doktor Weil-Esch, wäre das ohnehin nicht, daß unser Kontakt, der der Detektei Umschau, zu Frau Tatjana Christine Dombrowski abbricht.
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