"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 444
22. Juli 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Unternahm niemand bald irgend etwas dagegen, konnte gut möglich sein, daß ganz Geiersdorf in allernächster Zukunft den Tabert-Verbrechern gehörte. Gut vorstellbar, daß, so wie sich der Sträfling Hans-Georg Tabert fühlte, Geiersdorf dann in Hansgeorghausen umgetauft würde.
Sind Sie zufrieden mit dem, was ich Ihnen in meinem Schreiben mitteile, Herr Doktor Weil-Esch?
Wir, wir von der Detektei Umschau, versuchen jedenfalls mit den uns zu Verfügung stehenden Mitteln unser Bestes. Hoffen darauf, Sie mit unserer Arbeit zufriedenzustellen.
Hiermit verbleibe ich,
mit freundlichen Grüßen
___________________
Anlage
5 Kopien von Schreiben Hans-Georg Taberts und von Herrn Hans-Georg Taberts Anwaltskanzlei Hansen, der Kanzlei Main, in der Herr Hans-Georg Tabert als Freigänger der Justizvollzugsanstalt Eigner mitarbeitet, an die Detektei Umschau zu Ihren Händen, Herr Doktor Weil-Esch"
*
Schreiben der Detektei Umschau an Herrn Doktor Gregorius Weil-Esch, 05.10.xxxx
"Sehr geehrter Herr Doktor Weil-Esch,
vielen Dank, daß Sie unter anderem die Kosten für die Schönheitsoperation für meine Mitarbeiterinnen Regina und Agathe ebenfalls mit übernehmen.
So gemeine Schmisse entstellen das Gesicht einer hübschen Frau sehr, ihre wohlgeformten Beine. Mehr als sie das bei einem Mann machen.
Männer wiederum werden durch ihre Narben eher interessanter.
Hiermit möchte ich mit dem eigentlichen Text meines Schreibens beginnen ...
Zunächst muß ich weiter ausholen, Herr Doktor Weil-Esch.
Was wir alles wissen, was die Todefälle Reil und Rebhaus angeht. Die Todesfälle Herr Bernd Reil und Frau Angelika Annalena Rebhaus.
Bei beiden Fällen die offizielle Version: Selbstmord. Freitod, durch Sprung in den Tod.
Polizeilich bei Herrn Bernd Reil und Frau Angelika Annalena Rebhaus so festgehalten.
Frau Angelika Annalena Rebhaus hat sich von dem Flachdach des Wohnhauses heruntergestürzt, in dem sie seit drei Monaten zur Miete wohnte. In das Gebäude, in das Frau Angelika Annalena nach dem Selbstmord ihres Partners, Liebhabers Herrn Bernd Reil umgezogen war. Um dort in der neuen Stadt ihr Studium auf der Universität wiederaufzunehmen, fortzusetzen.
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