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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 446

23. Juli 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Hauptsächlich Mutter Annalena Rebhaus denkt, daß sie in der Vergangenheit die verschiedensten Dinge anders machen hätte können. Weil sie, Mutter Rebhaus, eigentlich die richtigen Schlüsse aus der verzweifelten e-Mail ihrer Tochter Angelika gezogen hatte. Die Mail, die sie am Vormittag im e-Mail-Account ihres Rechners gefunden hatte.

Trotzdem hatte Mutter Annalena nur kurz bei Tochter Angelika am Smartphone angerufen, statt den Chaffeur den Wagen vorfahren zu lassen und zu Angelika abzufahren.

Gegen halb zehn Uhr am Vormittag hätte Mutter Annalena Rebhaus Angelika am Smartphone erreicht. Angelika war in der Uni, saß in der Caféteria. Alles andere als kaputt hörte Angelika sich an; Freundinnen Angelikas lachten im Hintergrund. Angelika sagte, daß sie bis nachmittags an der Uni wäre. Nach der Uni gegen drei Uhr noch schnell zu sich in die Wohnung heimfahre. Dort würde sie ihre Sachen packen, und sofort mit dem nächsten Zug zu ihren Eltern nach Hause reisen.

Mutter Annalena Rebhaus gibt sich die Schuld, daß sie sich von der guten Laune ihrer Tochter Angelika beruhigen hätte lassen. Sie danach auch keine weiteren Telefonate mehr mit Angelika geführt hätte. Als wäre die Welt bei Angelika in allerbester Ordnung. Frau Annalena Rebhaus war der festen Überzeugung, ihr Kind wäre irgendwann gegen Abend sicher bei ihren Eltern daheim eingetroffen. Statt dessen jedoch hätte Herr Klaas Rebhaus gegen neunzehn Uhr einen Polizeianruf erhalten.

 

Vorwürfe über Vorwürfe, die sich Herr Klaas und Frau Annalena Rebhaus seit dem Ableben ihres ältesten Kindes Angelika Annalena machten.

Einen Ausdruck des Briefes, den Frau Angelika Annalena Rebhaus an ihre Mutter geschrieben hatte, durften Thomas und Regina, Mitarbeiter der Detektei Umschau, einsehen.

In dem Text schreibt Frau Angelika Rebhaus - eine verzweifelte junge Frau -, daß sie nicht mehr leben mag. Zwar sei Bernd tot. Trotzdem seien Bernds Gespenster weiter hinter ihr, Angelika, her. Die bösen Wesen verfolgten und bedrängten sie, Angelika. Vor allem nachts. SIE forderten von ihr, Angelika, IHNEN die Türe aufmache, wie sie es bereits getan hätte. Bald könne sie, Angelika, gegen das Drängen der Monster nichts mehr tun. Nachgeben müßte sie IHREM Begehren. Es wäre einfach alles nur noch unerträglich auf der Welt. Das größte Unglück ihres, Angelikas, Lebens wäre es, daß sie Bernd kennenlernen hätte müssen. Der absolute Wahnsinn wäre durch Bernd über sie, Angelika, gekommen. Den Tod wünsche sie, Angelika, sich. Sterben, ehe die wiederkamen, die nicht tot sein konnten. Während Bernd jedoch tot zu sein schien. Weil Bernd nicht bei den Ungeheuern mit dabei wäre. Bisher wäre Bernd kein einzigesmal bei IHNEN dabei gewesen. Deshalb hoffe sie, Angelika, daß sie, wenn Bernd tot war, nach ihrem Ableben auch tot sein würde. Sich mit den bösen Monstern abgeben, das wollte sie, Angelika, auf keinem Fall. Da wäre ihr der Tod lieber. Und wenn sie für immer tot bliebe, wäre das auch gut.

 

 

 

 

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