"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 448
24. Juli 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Über die Straße und ins Haus hinein und zum Aufzug wollte sie, Frau Uschke, deswegen nicht laufen. Weil sie ihr Prepaid-Handy nicht in der Kitteltasche dabei gehabt hatte, sei sie statt dessen zu sich in ihre Erdgeschoßwohnung gelaufen. In ihrer Wohnung habe Frau Uschke die Polizei angerufen.
Andere in der Nachbarschaft hätten das schon ein bißchen früher getan, den Notruf zu wählen. Die hätten das deswegen gemacht, weil bei dem betreffenden Wohnhaus eine junge Frau komisch am Rand des Flachdachs oben stehen sahen. Als wolle diejenige sich jede Sekunde aus der Höhe auf den Boden herabstürzen.
Das war der Grund, daß, kaum daß sie, Frau Uschke, den Telefonhörer aufgelegt hatte, Feuerwehr-, Polizei-, Rettungs- und Notarztwagen mit Sirenengeheul auf der Straße außerhalb ihrer Wohnräume hörte.
Im Fall des Todessturzes von Herrn Bernd Reil existiert, Herr Doktor Weil-Esch, eine ähnliche Zeugenaussage, wie sie Frau Melanie Uschke gegenüber den Polizeibeamten und uns, der Detektei Umschau, getätigt und jetzt neu bekräftigt hat.
Von einem Herrn Leonard Wolk.
Dieser Mensch - Herr Leonard Wolk - weigert sich allerdings, sich mit einem Mitarbeiter der Detektei Umschau über die Sache zu unterhalten.
Nichts zu machen, Herr Doktor Weil-Esch.
Herr Leonard Wolk meint, daß er seine Aussage bei der Polizei gemacht habe, damit hätte es sich. Jemandem andern hätte er nichts zu erzählen. Private Schnüffler - Fotzenschnüffler - solche wie wir von der Detektei Umschau - hätten bei ihm, Herrn Wolk, nichts verloren. Mit Detektiven hätte er genug Erfahrungen.
Seine Frau hätte sich einen Detektiv genommen. Detektive hätten die Schuld, daß für ihn, Herr Wolk, die Scheidung übermäßig teuer geworden wäre.
Ehe der Herr Leonard Wolk die Drohung wahrmachte, die Polizei herbeizurufen, sind meine beiden Mitarbeiter gegangen, Herr Doktor Weil-Esch. Was hatten wir, wir von der Detektei Umschau, davon, einer Polizeistreife zu begegnen oder zu einem Verhör mitkommen zu müssen?
Unsere Kontakte zu der Polizei sind nicht die schlechtesten, Herr Doktor Weil-Esch. Die Detektei Umschau ist eine bereits seit längerer Zeit eingeführte Marke, hat auch bei der Beamtenschaft gewisse Quellen.
Eine haben wir angezapft. Anders hätten wir die Geschichte der protokollierten Zeugenaussage von Herrn Leonard Wolk kaum erfahren.
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