"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 465
30. Juli 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Je eine Kopie des Pfandscheins Herrn Bernd Reils und der Abholbestätigung, unterschrieben von Herrn Drakonie Rupertus Wank.
1 Foto des Spazierstocks, von Herrn Meyerl, ehemals Mitarbeiter bei Pfand Stifter, verfertigt"
*
Schreiben der Detektei Umschau an Herrn Doktor Gregorius Weil-Esch, Datum: 25.10.xxxx
"Sehr geehrter Herr Doktor Weil-Esch,
die Spur Fransens beziehungsweise Herrn Drakonie Rupertus Wank bleibt ziemlich kalt.
Herbeizaubern können wir den Mann nicht, wenn er sich nirgends blicken läßt.
Auch wenn Herr Josef Greitel alias Beppi um sein Leben fürchtet, er fürchtet sich jetzt seit Wochen.
Selber schuld, der Mann, wenn er beim Poker immer verliert, sich seine Reise nach Mallorca nicht leisten kann. Weil er pleite ist.
Deshalb schaut Fransen jedenfalls lange nicht bei Beppi vorbei.
Regina und Thomas, die Mitarbeiter der Detektei Umschau, haben im Nachbarhaus von Herrn Josef Greitel zwei möblierte Zimmer bezogen.
Zwei Fehlalarme hat Herr Josef Greitel jetzt bereits Regina und Thomas verursacht. Daß Regina und Thomas ziemlich angenervt sind von Beppi dem Deppi.
Andererseits habe ich Regina und Thomas darauf aufmerksam gemacht, daß, falls sich mal etwas tun sollte, vielleicht ein Anruf bei der Polizei die bessere Wahl ist, statt sich unnötig in Gefahr zu begeben.
Seitdem Herr Hans-Georg Tabert in der Justizvollzugsanstalt Eigner einsitzt, ist von Fransen nirgendwo mehr viel in und um Geiersdorf oder anderswo offen gesehen worden. Die Frage stellt sich: Taucht Fransen erst wieder richtig in der Gegend auf, wenn Herr Hans-Georg Tabert aus dem Gefängnis entlassen wurde?
Natürlich arbeiten wir, wir von der Detektei Umschau, mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln.
Wir haben Richtmikrophone auf Gebäude der Taberts gerichtet.
Darüberhinaus kennen wir von der Tabert-Verwandtschaft mittlerweie jede Menge IP-Adressen, haben uns in ihre Computer gehackt, lesen e-Mails.
Lediglich der große Bauernhof Herrn Hans-Georgs Taberts ist für uns ein einziges großes schwarzes Loch.
Dorthin, wo wir vordringen können, das bringt alles ziemlich langweilige Ergebnisse mit sich, Herr Doktor Weil-Esch.
Die e-Mails, die zwischen den Mitgliedern der Tabert-Familie hin und her fliegen, lesen sich beinahe wie bereinigte Texte. Höchstens für die Suchmaschinen und die werbetreibende Wirtschaft von Interesse.
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