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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 473

4. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Nach einigem Hin und Her gab uns die örtliche Polizei darüber Auskunft, daß Fransen beziehungsweise Herr Drakonie Rupertus Wank vor knapp zwanzig Jahren das erste Mal in der Gegend polizeilich auffällig geworden sei. Wegen nicht erlaubtem Bettelns und Landstreicherei wurde Herr Drakonie Rupertus Wank festgenommen, ins Präsidium verbracht.

Zu dem Zeitpunkt hatte Herr Drakonie Rupertus Wank keinerlei Dokumente zur Identifikation der eigenen Person bei sich. Mitgeteilt habe Herr Drakonie Rupertus Wank, daß ihm seine Pässe, Personalausweis und Reisepaß, Gesundheitskarte, gestohlen worden wären; alles hätte man ihm geklaut.

Das wiederholte Herr Drakonie Rupertus Wank, etwas anderes war nicht aus ihm herauszubekommen. Obwohl Herr Drakonie Rupertus Wank, der einen ehemals ziemlich guten Anzug anhatte, sich, was seine Datenlage wie Geburtsort, frühere Wohnungen und ähnliches anbelangte, ausschwieg, wollte es für Herrn Drakonie Rupertus Wank für nicht mehr als zwei Tage Arrest reichen. Mit einem in Folie verpackten Zettel zur Identifizierung habe man Herrn Drakonie Rupertus Wank nach achtundvierzig Stunden in der Ausnüchterungszelle in die Freiheit entlassen. Das heißt, in das örtliche Obdachlosenasyl habe man Herrn Drakonie Rupertus Wank mit einem Geleitbrief weitergeschickt. Dort sollte Herr Drakonie Rupertus Wank bis auf weiteres seinen festen Wohnsitz haben. Im Falle, daß sich Herr Drakonie Rupertus Wank nicht täglich abends dort im Haus einfände, drohte die Polizei Herr Drakonie Rupertus Wank an, würde das bei der nächsten Festnahme mehrere Tage Zelle bedeuten. Trotzdem verschwand Herr Drakonie Rupertus Wank aus dem Haus für Obdachlose. Wie die Polizei erfuhr, trieb Herr Drakonie Rupertus Wank sich im Wald herum, erschreckte ab und zu Pilzsucher.

Länger als ein paar Tage festnehmen, das konnte man Herrn Drakonie Rupertus Wank alias Fransen allerdings nie. Anders wäre es gewesen, wäre Herr Drakonie Rupertus Wank irgendwo zur Fahndung ausgeschrieben gewesen. Zu Herrn Drakonie Rupertus Wank gab es leider kein Fahndungsbild; auch keines aus der Vergangenheit, was bedeutete, daß der Mann nicht im Gefängnis gesessen hatte. Sehr erstaunlich. Argerlich in Angelegenheit Drakonie Rupertus Wank war, daß Herrn Drakonie Rupertus Wanks Finger nicht für Fingerabdrücke geeignet waren. Herrn Drakonie Rupertus Wanks Haut war an den Fingerkuppen geglättet. Daß der Verdacht bestand, bei Herrn Drakonie Rupertus Wank handele es sich möglicherweise doch nicht um den ordinären Straßenpenner, Stadtstreicher, als den er sich ausgab. Sondern um jemand anders, der möglicherweise im Ausland gewisse Dinge auf dem Kerbholz hatte. Bei dem Thema stellte sich die Frage, ob Herr Drakonie Rupertus Wank in der Vergangenheit vielleicht sein Aussehen verändern hatte lassen. Als Polizei konnte man nicht zaubern, mußte abwarten, bis sich bei dem Mann mit Namen Drakonie Rupertus Wand irgendwie mit der Zeit klare Hinweise ergaben.

 

 

 

 

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