"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 478
6. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Ewig lange Zeit.
Dabei sehen Herr und Frau Hemmkarg aus wie rüstige Rentner mit sechzig Jahren. Zwei, denen das eben erst kurz passiert ist, daß sie die Rente kriegen.
Nach den Paßbildern, die wir mittlerweile von Herrn Drakonie Rupertus Wank beziehungsweise Fransen gesehen haben, dem Phantombild, das Herr Augustin mit Hilfe von Herrn Josef Greitel verfertigt hat - ist Herr Drakonie Rupertus Wank zwar auch nicht mehr der jüngste. Mit seinem wettergegerbtem, zerfurchtem Gesicht, der ledernen Haut aber scheinbar jemand im allerbesten Mannesalter. Zwischen vierzig und fünfzig Jahre alt.
Dabei betrachten wir, wir von der Detektei Umschau, jetzt einen Zeitraum von weit über achtzig Jahren. Herr Drakonie Rupertus Wank müßte einhundertjährig sein.
Irre.
Es könnte jedoch auch die Möglichkeit bestehen, daß derjenige, den wir heute als Fransen kennen, die Identität von Herrn Drakonie Rupertus Wank angenommen hat.
Und niemand, dem das irgendwie auffallen wollte. Kein Mensch, der sich bis heute daran gestört hätte.
Wir, von der Detektei Umschau, das heißt ich und Thomas, wir sind damit zu den Behörden gegangen. Wir haben den Fall in der Behördenstube klargelegt. Bürgeramt. Meldeamt.
Die Problematik, die wir von der Detektei Umschau, ich und Thomas, aufwarfen war, daß die Paßstelle Herrn Drakonie Rupertus Wank einen neuen Ausweis und einen Reisepaß ausgestellt hätte. Daß die Pässe Herrn Wank erneuert wurden. Ohne daß irgendwer im geringsten in Betracht zog, daß hier eine Kleinigkeit nicht stimmen könnte.
Im Meldeamt hat man in dem Graben Stellung bezogen, daß Fehler passieren.
Wie das mit Herrn Drakonie Rupertus Wank zuginge, das könnte man nicht genau sagen. Wenn Herr Drakonie Rupertus Wank in einem Haus in der Gründelicherstraße im fünften Stock wohne, in dem es keinen fünften Stock gäbe. Es kann nicht alles genau überprüft werden.
Könnte ja sein, daß ein gesuchter Verbrecher die Identität Herrn Drakonie Rupertus Wanks angenommen hätte. Da das aber schon längere Jahre her wäre ... Die, bei denen man nachfragen könnte, sind entweder im Ruhestand oder tot.
Damit waren wir also vor Ort, Herr Doktor Weil-Esch. Seitdem sind wir von der Detektei Umschau dort, seit Thomas und ich auf die Umstände aufmerksam gemacht haben, ein rotes Tuch. Als Thomas und ich das nächstemal durch die Glastüre in das Berliner Behördengebäude hineingingen, stellte sich bei Thomas und mir der Sicherheitsdienst ein. Aggessiven Tones wurden Thomas und ich hinausgebeten. Man wünsche sich das nicht, daß wir noch mal hochkommen, zur Unterhaltung.
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