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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 488

11. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

4 kurze Gesprächsmitschnitte, auf Stick abgespeichert. (Originaltöne von Leuten aus der Nachbarschaft des Wohnhauses Gründelicherstraße 9. Zuletzt die Worte Doris Rieckes, 9 Jahre, Schülerin, die die alte Frau Hemmkarg für eine freundliche, alte Person hält, bis Doris Rieckes Mutti dazwischenschreit, daß die alte Hemmkarg eine böse Hexe sei.)"

 

 

*

 

Schreiben der Detektei Umschau an Herrn Doktor Gregorius Weil-Esch, Datum: 07.12.xxxx

 

 

"Sehr geehrter Herr Doktor Weil-Esch,

 

etwas Neues, was den Verbleib von Herrn Drakonie Rupertus Wank beziehungsweise Fransen angeht, hat sich die letzten Tage über leider nicht ergeben. Die Person Drakonie Rupertus Wank bleibt verschwunden.

 

Andererseits haben wir Neuigkeiten, was Herrn Drakonie Rupertus Wank angeht, die Sie interessieren könnten, Herr Doktor Weil-Esch.

Wie Sie wissen, Herr Doktor Weil-Esch, hatten wir in Supermärkten und desgleichen mehr das Phantombild Herrn Drakonie Rupertus Wanks an Pinnwänden aushängen. Solch ein Bild hat Frau Ramona Gleibt, Bankangestellte, dreiundzwanzig Jahre, gesehen und sich die Tage, nach längerer Überlegung, entschieden, sich telefonisch bei uns, der Detektei Umschau, zu melden.

 

Meine Mitarbeiterinnen Agathe und Regina haben Frau Ramona Gleibt am folgenden Donnerstagabend gegen neunzehn Uhr an ihrer Wohnungstüre aufgesucht, wurden von Frau Ramona Gleibt in ihre Wohnung eingelassen.

Eine interessante Geschichte hatte Frau Ramona Gleibt meinen Mitarbeiterinnen Agathe und Regina zu erzählen. Etwas, das Frau Ramona Gleibt um den Dreh herum erlebt hat, als Herr Drakonie Rupertus Wank noch offiziell bei Herrn Hans-Georg Tabert auf dem Geiersdorfer Gehöft als Hausmeister geführt und entlohnt wurde.

Zu dem Zeitpunkt der von Frau Ramona Gleibt berichteten Ereignisse lebte Frau Ramona Gleibt allerdings noch nicht in dieser Gegend, sondern war mit ihrer Familie, Vater, Mutter und zwei jüngeren Schwestern auf Sommerferien auf einem Geiersdorfer Bauernhof. Dem Hof Gustav Strauchinger bei Geiersdorf.

 

Frau Ramona Gleibt hat meinen Mitarbeiterinnen Agathe und Regina berichtet, daß es damals, an dem bestimmten Mittwoch, Herr Doktor Weil-Esch, zunächst ein einstündiges Mittagsgewitter gegeben hatte. Dann aber war das ein Nachmittag mit herrlich prallem Sonnenschein. Obwohl der Wetterbericht am Lokalradio etwas von wechselhaftem Nachmittagswetter berichtet hatte, war die gesamte Familie Gleibt gegen fünfzehn Uhr mit Bastkörben aufgebrochen, vom Hof Strauchinger aus in die Pilze zu gehen.

 

 

 

 

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