"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 489
11. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Nun, Herr Doktor Weil-Esch, Sie haben öfters die indirekte Rede, das Konjunktiv in meinen Schreiben beklagt, sich an Ausdrucksweisen meinerseits gestört ...
Deshalb denke, ich ziehe das Gesprächsprotokoll, das Sie sonst in der Anlage meines Briefes gefunden hätten, hierher vor.
An der Stelle also die wortgetreue Wiedergabe der Unterhaltung, die meine Mitarbeiterinnen Agathe und Regina mit Frau Ramona Gleibt geführt haben, getippt von meiner Mitarbeiterin Agathe.
Detektei Umschau (Frau Agathe Setzer, Frau Regina Datz): Sie kennen den Mann auf dem Phantombild, das vor Ihnen auf dem Tisch liegt, Frau Gleibt?
Frau Ramona Gleibt: Ja, den kenne ich. Das ist der Mann, der mir, meinen Schwestern Sonja und Gabrielle, meinem Vati und meiner Mutti damals mitten im Wald aufgetaucht ist. Zum damaligen Zeitpunkt war ich siebzehneinhalb Jahre alt, meine Schwester Sonja war elf, Gabrielle vierzehn. Mein Vater, Dieter Gleibt, war fünfundvierzig Jahre, meine Mutter Ramona Sonja fünfzig. Von Beruf ist mein Vater Informatiker mit eigenem Ladengeschäft. Mein Vater Dieter verkauft als Lizenzinhaber Unternehmens- und Spielesoftware verschiedener Firmen. Einmal im Internet an Kunden, dann auch in seinem Geschäft. Meine Mutter Ramona Sonja ist Einzelhandelskauffrau, hatte zur damaligen Zeit ihren Job verloren. Heute hilft meine Mutter meinem Vater in seinem Stadtladen, macht ihm die Buchhaltung, kümmert sich auch um das Lager.
Detektei Umschau: Was ist geschehen, daß Sie dem Mann, der hier in der Gegend allgemein als Fransen bekannt ist, begegnet sind?
Frau Ramona Gleibt: Wie ich schon sagte, haben mein Vati Didi, meine Mutti Soni, meine Schwestern Sonja, Gabi und ich, Mona, wir uns im Wald bei Geiersdorf verirrt. Irgendwie haben wir bei der Pilzsuche die Orientierung verloren. Weil wir zu wenige Pilze in unseren Bastkörben hatten, sind wir von den uns bekannten Stellen immer weiter weggegangen. Bis um uns herum nur noch Bäume und Bäume waren. Ob Sie es mir glauben oder nicht, wir alle kannten uns nicht mehr aus. Gustl, der ältere Sohn der Strauchingers, hätte doch mit uns mitkommen sollen. Aber Gabi hat das nicht gewollt, daß Gustl mitkommt. Weil Gustl Gabi gemein ausgelacht hatte, als Gabi bei den Schweinen im Gatter ausgerutscht war, der Länge nach in der Matschepampe landete, sich über und über einsaute. Gabi hat unter die Dusche müssen, war Gustl danach stockbeleidigt ...
Detektei Umschau: Schlecht gelaufen ...
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