"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 498
14. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Frau Ramona Gleibt: Ja. Es war Gabi. Gabi, oben bei IHM aufliegend. Gaby, die ... Gaby, meine vierzehnjährige Schwester ... Mit diesem fremden Mann. Macht neunundsechzig. So lange habe ich die beiden nicht zusammen gesehen, dann bin ich wieder weggetreten gewesen. Hätte ich alles auch geträumt haben können, daß Gaby und der ...
Detektei Umschau: Aber - wie hätte Ihre Schwester Gaby auf die Idee kommen können, Frau Gleibt ...?
Frau Ramona Gleibt: Weiß ich doch nicht, wie das gehen hat können. Jedenfalls habe ich meine Schwester Gaby wach gesehen, und meine Schwester Gaby und dieser Mann verstanden sich so glänzend miteinander ... Als hätte Gaby das schon öfter gemacht, hat es ausgesehen ... Als ich dann wieder aufgewacht bin, war alles am Ort da ganz anders, daß das vorher nicht wahr war. Kaum hatte ich die Augen offen, habe ich Vati gesehen, Vati, den Mutti festgehalten hat. Mutti: 'Bitte, Dieter! Bitte, Dieter, beruhig dich wieder.' Vati sagt erregt: 'Glauben Sie ja nicht, daß ich mich vor Ihnen in die Hose mache, Sie -! Glauben Sie nur ja nicht, daß ich mich nicht trauen werde, Sie anzupacken ...'
Detektei Umschau: Und Ihre Schwester Gaby ...?
Frau Ramona Gleibt: Wir alle waren wach. Sonja mußte jedoch auch gerade erst zu sich gekommen sein, saß mit großen Augen neben mir. Während Gaby zwischen Vati und Mutti Soni, die Vati zurückzuhalten versucht, und dem gestanden ist. Ihren Kopf legt Mutti an Vatis Brust, schluchzt. Vati schiebt Mutti von sich weg. Ziemlich zornig sagt Vati zu dem Mann, der jetzt den Trenchcoat anhat, seine schwarze Cordhose, die Arme vor der Brust verschränkt dasteht: 'Sie werden mich und meine Kinder hier aus dem Wald herausbringen. Sofort. Das verlange ich von Ihnen, daß Sie das tun. Und dann scheren Sie sich zum Teufel.' Keine Regung bei dem Fremden. Gaby sagt schrill: 'Fransi geht weg, wenn du nicht nett zu ihm bist, Vati. Fransi läßt uns im Wald zurück, wenn du ihm nicht sagst, daß du nicht die Polizei verständigen wirst. Entweder versprichst du Fransi das. Oder Fransi verschwindet - und läßt uns zurück. Dann müssen wir selber zusehen, wie wir aus dem Wald herauskommen. Bald wird's richtig finster. Aber Fransi kann uns auch im Dunklen aus dem Wald herausbringen. Hat Fransi gesagt. Fransi kennt sich aus im Wald.'
Detektei Umschau: 'Fransi' hat Ihre Schwester IHN jetzt genannt, Frau Gleibt?
Frau Ramona Gleibt: Vati hat das auch nicht verstehen können. 'Fransi, Fransi, Gaby - warum verstehst du dich so gut mit dem da, Gaby?', möchte Vati wissen. 'Weil ich vor euch allen wach war', antwortet Gaby: 'Weil ich mich mit Fransi unterhalten habe, während ihr noch geschlafen habt. Fransi will das, uns nach Geiersdorf führen. Was Fransi aber nicht möchte, ist, daß wir die Polizei rufen. Versprechen wir das Fransi nicht, daß wir die Polizei nicht rufen, bleiben wir im Wald. Dürfen selber schauen, wie wir mit allem zurechtkommen.'
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