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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 51

4. März 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

 

 

Bei Helens Eltern ginge jedoch nie einer ans Telefon, so oft sie, meine Mutti, es gestern auch schon versucht hätte, dort anzurufen.

Hab' ich bei meiner Mutti die Frage gestellt, was ich da dafür könnte. Vielleicht waren Helens Eltern ein paar Tage irgendwo. Beide waren Rentner. Was hatte ich viel Ahnung, was bei Helens Eltern passierte. Auf welchem Traumschiff die unterwegs waren, darüber konnte ich doch nicht Bescheid wissen.

 

Bin bei meiner Geschichte geblieben, Tagebuch, Wiederholungsschiene, Helen und ich.

Ja, die Dinge, die zwischen Helen und mir abgegangen waren, die hab' ich wiederholt. Auch wenn ich vom Glauben abfallen wollte, wegen Mutti.

Wie kann Mutti das von mir denken, daß ich, ihr lieber Bub, Helen was antun hätte können beziehungsweise böse über Helen drübergegangen wäre?

Daß ich von ihr, Mutti, nichts mehr zu essen bekäme, das würde bleiben, meinte Mutti. Und Vati, der würde mich überhaupt gerne aus dem Haus draußen sehen. 

Diese Semesterferien, die könnte ich noch im Haus meiner Eltern bleiben, weil ich schon bald in die Semesterarbeit müßte. Nach dem nächsten Semester bräuchte ich aber nicht wieder nach Hause zu meinen Eltern kommen. Nicht, wenn sich herausstellte, daß ich Helen irgendwas Schlimmeres angetan hätte.

 

Geflennt hat Mutti heute, Tagebuch, nicht auszuhalten.

Weiß nicht, daß ich den Matsch einigermaßen ruhig ertragen hab' können.

Warum ich Mutti gegenüber nicht wieder schreiend ausgetickt bin. Nachdem ich die Tage zuvor meiner Mutti nur knapp mal keine mit der Faust verpaßt hab'.

 

 

*

 

Siebzehnter Juli, mein Tagebuch.

Nachmittags, nach drei Uhr. Genaue Uhrzeit: 15:04.

 

 

Welchen Wandel meine kleine Welt genommen hat, liebes Tagebuch!

Alles hat sich beinahe schockierend für mich geändert.

 

Bis vor ein paar Tagen noch hätte mein Vati nach einem Unfall von mir meinen Wagen in der Frühe genommen und in die Autowerkstatt Demme gefahren. Weil die sich fünf Minuten von seinem Betrieb weg befindet. Mit Demme ist mein Vater außerdem persönlich bekannt

Nach der Arbeit hätte Vati zu Demme in die Werkstatt reingeschaut. Und, hätte sich das mit der Reparatur meines Fahrzeugs bei Demme verzögert, dort bei Demme ein Ersatzauto gekriegt. In dem Vati dann heimwärts gefahren wäre.

 

 

 

 

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