"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 519
21. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Detektei Umschau: Schöner Mist ...
Frau Ramona Gleibt: Stimmt. Daß ich mit Hinni wo hingehen wollte ... Daß Hinni und ich ... Es war ... Ich konnte es erst mal vergessen. Hinni und ich, wir hatten Gaby zwischen uns. Gleichgültig, was mit Gaby los war, Gaby konnte nicht alleine stehen, gehen. Und das konnte ich nicht machen, daß ich Gaby, meine Schwester, loslassen hätte können, Gaby irgendwo im Gebüsch liegend zurücklassen, um mit Hinni ... Nur, um mit Hinni ...Hinni hätte so einen Entschluß von mir in den falschen Hals kriegen können, Hinni war ein Netter, Hilfsbereiter. 'Ficken soll ER euch', hören wir von Gaby, Hinni und ich: 'Euch alle beide soll ER ficken.' Solche Worte machten bei Gaby raus. Gaby fragt mich: 'Weißt du, Mona, du Neiderfotze, wo ich bis vorhin war? Bei IHM. Mich nimmt ER. Das kleine Arschloch da, das da bei dir, Mona, das kann IHM nicht das Wasser reichen. He, du, du, weißt du, was du bist? Ein Wichser. Ein Wichser bist du.'
Detektei Umschau: So hat Gaby Ihnen und Hinni gegenüber dahergeredet?
Frau Ramona Gleibt: War das oberpeinlich, was Hinni aus dem Mund meiner Schwester Gaby hören mußte. Ober-, oberpeinlich. Habe Gaby auch losgelassen, daß Gaby kurz nur noch von Hinni gehalten wurde. Wäre Gaby da ins Stechgebüsch geflogen, geheult hätte ich deswegen nicht das bißchen. Durch den Kopf ging mir, wenn Gaby auch nicht nach Alkohol roch, irgendwas mußte sie genommen haben. Sonst wäre Gaby nicht so zu gewesen, daß sie kaum ein, zwei Schritte alleine gehen konnte. 'Sehen wir zu, daß deine Schwester schnell zu den Strauchingers ins Haus kommt', raunt Hinni. 'Ja, machen wir zu, daß wir sie heimschaffen', stimme ich Hinni zu. Hinni und ich nett, während wir Gaby weiter in einer Tour brabbeln hörten, was ER uns ficken sollte. Hinten und vorne. Überall. Hinni und ich, wir waren so nett, wir haben Gaby vor die Haustür der Strauchingers gebracht. Ein langer Weg, sage ich Ihnen. Mit Gaby, Gaby einfach ekelhaft. Die Haustüre der Strauchingers war nicht zugesperrt, drinnen brannte Licht. Hinein sind Hinni und ich, Gaby unter dem Arm gefaßt. Zu mir und Hinni hin hat Gaby böse gefaucht, ist zur Hausstiege getaumelt. Auf allen vieren ist Gaby die Stiege doch ziemlich zügig hochgekrabbelt, Gaby in ihrem Jeansrock. Plötzlich ist mir aufgefallen, daß bei mir irgendwas fehlte. Im Kreis habe ich mich herumgedreht, gesehen, daß die Haustüre war angelehnt. Hinni war nirgends mehr bei mir. Im Schleicheschritt hatte Hinni wieder zur Haustür der Strauchingers hinausgemacht. Hatte mich und Gaby, meine Schwester, zurückgelassen. Vor allem aber mich. Da kümmerte mich Gaby wirklich nur noch einen feuchten Kehricht. Bin mit Höchstgeschwindigkeit aus dem Strauchinger-Haus hinausgelaufen, Hinni hinterher.
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