"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 527
24. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Detektei Umschau: Halten wir das mal kurz fest, Frau Gleibt. Sie sagen uns, als die Welt Gustl und Ihnen ins Bewußtsein zurückkehrte, war es früher Morgen. Von frühen Abend bis zum frühen Morgen, da sind Stunden dazwischen. Jede Menge Zeit. Können Sie sich wirklich an überhaupt nichts erinnern?
Frau Ramona Gleibt: Nein. Nur ich träume bis heute manchmal von Dingen ... Gaby kommt in den Träumen vor, ER. Und ich bin dort mit Gustl ...
Detektei Umschau: Was sind das für Träume?
Frau Ramona Gleibt: Immer befinden sich Gustl und ich in diesen Träumen irgendwo in einem Raum. Ein großer Stall. Oder eine Höhle. In diesen Träumen sehe ich manchmal brennende Kerzen. Mit Gustl liege ich am schwarzen Erdboden, Gustl und ich wollen dann dort weglaufen. Aber, wo immer Gustl und ich hinkommen, sind Wände. Wände, die Gustl und mich hochnehmen und zurückschleudern. Dann erscheint Gaby bei Gustl und mir, Gaby, den nackten Oberkörper blutrot angemalt. Um Gustl und mich hüpft und tanzt Gaby spöttisch herum. Eine neunschwänzige Peitsche schwingt Gaby irgendwann durch die Luft, trifft hin und wieder Gustl und mich. Dann erscheint ER. ER, gekleidet in einen roten Mantel mit goldenen Sternen besetzt. Bei ihm sind Schatten, lebende, tanzende Schatten. Schatten, die miteinander flüstern. Die Schatten verlangen etwas. Gaby tanzt weiter. Dann öffnet ER seinen Samtmantel, streift ihn von sich herunter. Über Gustl und mir steht ER. Steht ER. Einen Kelch erhoben. Über Gustl und mich beugt ER sich herab, läßt seine Finger suchend über uns drüberstreichen. Dann ... Dann sehe ich SEINEN Mund. SEIN Gebiß, das sich verändert. Die Eckzähne werden länger als andere. So Art Vampir. Die Zähne schlägt ER erst in Gustl. Dann bin ich an der Reihe. Wenn ich dran bin, wache ich immer schweißgebadet auf, mache schnell das Licht an. Bin froh, daß nichts aus meinem Traum der Wirklichkeit entspricht.
Detektei Umschau: Also - alles nur ein Traum? Etwas Reales ist das nicht?
Frau Ramona Gleibt erhebt sich von dem Sofa, auf dem sie sitzt, stellt sich auf die Beine. Den Gürtel ihrer Hose öffnet Frau Ramona Gleibt, streift die Hose bis zu den Fußknöcheln herunter. Die lila Unterhose ebenfalls.
Erst deutet Frau Ramona Gleibt auf die eine Pobacke, dann auf die andere.
Auf jeder Pobacke hat Frau Ramona Gleibt deutliche Bißspuren. Vier an der Zahl. Der Bißabdruck, die Größe eines Mundes.
Als nächstes zeigt Frau Ramona Gleibt auf ihr Geschlecht. Dort ist Frau Ramona Gleibt glattrasiert.
An Frau Ramona Gleibts Geschlecht ist zu sehen, daß dort reingebissen wurde. Male, noch tiefer als an den Pobacken.
527
Newsletter
Gib Deine E-Mail-Adresse ein, um bei zukünftigen Artikeln benachrichtigt zu werden.
Seiten
Kategorien
- 768 "Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
- 374 mehr meilen
- 370 Kurzware
- 368 "Drei Erwachen"
- 360 hug it
- 352 allerlei
- 325 Kurzware II
- 315 kleine Szenen
- 310 Kleinteile
- 304 rundgehen
- 223 "Die Augenzeugin"
- 167 nach dem Tritt
- 152 dreimal erwachen
- 93 T-Rixi
- 57 K.K.
- 39 miles
- 22 Jäger des nächsten Textes
- 16 Kurzgeschichte