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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 528

25. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Frau Ramona Gleibt: Gustl hat auch so Stellen. Gustl hat sie mir gezeigt. Gustl hat bei sich so Bißmale hinten im Nacken. Und dann hat Gustl da so Stellen, wo bei ihm knapp das Schamhaar anfängt. Sind genauso tiefe Bisse wie bei mir hier.

Detektei Umschau: Schon eine Sache. 

Frau Ramona Gleibt: Damals waren Gustl und ich fast überall am ganzen Körper grün und blau. Grün und blau geschlagen. Wirklich, jede Menge Hämatome. Nur nicht im Gesicht.

Detektei Umschau: Gabys Peitsche ...?

Frau Ramona Gleibt: Kann sein. Das heißt, könnte ich wirklich bestimmt sagen, daß das mehr als ein Traum ist, was ich da die Jahre über immer wieder zusammengeträumt habe. Was zu einhundert Prozent wahr war, war, daß Gustl und ich geschlagen wurden, grün und blau geschlagen. Ja, könnte die neunschwänzige Peitsche gewesen sein, wie Gaby in meinen Träumen sie hat. Aber auch irgendwas anderes.

Detektei Umschau: Aber, bleibende Spuren hat die Peitsche - oder was immer es war - bei Ihnen auf der Haut nicht hinterlassen, Frau Gleibt? Wir sehen da an Ihnen nichts von Hinterlassenschaften einer Auspeitschung.

Frau Ramona Gleibt: Ich habe mal gelesen, daß Dominas Peitschen, Gerten benutzen, die, wenn man mit Ihnen zuschlägt, die Haut nicht aufplatzen lassen. Mit so was könnten Gustl und ich geschlagen oder gepeitscht worden sein. Die ganzen blauen Flecke sind mir dann nach ein paar Tagen wieder vergangen. War dann nichts mehr zu erkennen, daß ich je so ausgesehen hatte. Habe damals ein paar Tage dafür gesorgt, daß mich niemand im Bad nackt überrascht ... Fotos habe ich damals leider keine von mir gemacht. Habe ich dafür also heute keine handfesten Beweise. Sie müssen meinen Worten glauben.

Detektei Umschau: Wie ist es nun mit Ihnen und Gustl nackt hinter dem Gebüsch weitergegangen, Frau Gleibt? Sie sind nun nicht auf den Gedanken gekommen, auf die Teerstraße hinaufzulaufen. Sind nicht gelaufen, bis sie jemanden getroffen haben. Damit derjenige dafür sorgt, daß die Polizei gerufen wird. Das haben Sie nicht gemacht ...

Frau Ramona Gleibt: Habe ich nicht. Warum denn? Gustl und ich, wir waren froh darüber, daß uns keiner sieht. Warum sollte einer von uns, Gustl oder ich, bei Leuten für Aufmerksamkeit sorgen wollen? Jede Deckung haben Gustl und ich ausgenutzt. War jemand in unsere Nähe, haben Gustl und ich gewartet, bis der oder die fort war. Was schlimm war für Gustl, war, daß Gustl mal mußte. Dringender als ich. Gustl hatte bald richtige Schmerzen. Unterm Arm mußte ich Gustl fassen, Gustl stützen. Immer herzerweichender gestöhnt hat Gustl.

 

 

 

 

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