"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 534
27. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Frau Ramona Gleibt: Nachdem wir von unserem Ferien am Bauernhof vom Hof der Strauchingers wieder daheim eingetroffen waren, waren die Sommerferien für Sonja, Gaby und für mich noch nicht vorbei. Vati, der fing aber sofort wieder mit der Arbeit in seinem Ladengeschäft an. Schließlich war Vati selbständig. Wegen den Sorgen wegen Gaby, arbeitete Mutti Soni erst mal nicht bei Vati Didi im Geschäft mit. Was Gaby anging, für die machte Mutti Termine bei den verschiedensten Fachärzten aus. Zu denen Gaby sich, begleitet von Mutti Soni, auch hinbegab. Ein Abstrich wurde bei Gaby gemacht, Gaby Blut entnommen. Das volle Programm gab es für Gaby. Auch Sitzungen beim Psychologen. Je mehr Tage vergingen, seitdem die Familie von den Strauchingers abgereist war, um so mehr blühte Gaby auf. Bald war Gaby scheinbar wieder die alte Gaby. Nur nicht für mich, ihre ältere Schwester Mona. Nicht bei mir. Mir gegenüber verhielt sich Gaby feindselig. Weiß nicht, als wäre Gaby wegen irgendwas auf mich eifersüchtig. Oder Gaby hielt mich für eine Gefahr für ihre eigene Vorteile. Irgend so was in der Art. Nicht ganz genau zu durchblicken war das eigentlich für mich. Nur eins war klar: Gaby und ich, Gaby und ich, wir konnten uns nicht mehr ab. Vati Didi und Mutti Soni meinten, Gaby und ich, wir würden uns nur anzicken. Wegen den nichtigsten Gründen. Aber mir wurde immer klarer, daß Gaby mich haßte. Bis aufs Blut haßte. So weit war es, daß Gaby in der Küche ein Teller auf den Boden schmiß, Mutti rief, und sobald Mutti in der Küche eingetroffen war, wurde Mutti von Gaby informiert, daß ich das Teller absichtlich auf den Küchenboden geschmissen hätte. Einfach, zum Spaß; weil mir das Spaß machen würde. Zu ihr, Mutti, hätte ich sagen wollen, daß sie, Gaby, den Teller am Boden zerbrochen hätte. In diesem Stil ging es jetzt zwischen Gaby und mir zu. Kaum ein Tag, daß es nicht zu so einem ähnlichen Vorfall kam. Richtig heiß stieg es mir auf, wenn ich daran dachte, was meiner Schwester Gaby als nächstes einfallen könnte. Mutti hat versucht, mich und Gaby zur Räson zu bringen - vor allem mich, weil Gaby es geschafft hatte, mich als die Bösere von uns beiden hinzustellen. Stimmt ja auch, im Vorbeigehen habe ich mit der Faust nach Gaby geschlagen. Gaby schlägt zurück. Wir Schwestern, Gaby, Sonja und ich, Mona, wir hatten jede unsere eigenen Zimmer. Um die Zeit herum fing ich an, meine Zimmertüre zuzusperren, sobald ich aus meinem Zimmer herauskam. Als einzige der Familie. Schon auffällig für Vati Didi und Mutti Soni. Mußte ich aber auch machen, bei mir abzusperren. Ehe ich mich entschlossen habe, das mit dem Zimmerabsperren wirklich durchzuziehen, war es, daß ich im Schlafanzug ins Bett ging. Eben wollte ich mich aufs Bett schmeißen, als ich merkte, daß da was in meinem Bett etwas lag. Eine angebrochene Glasflasche war das, mit gefährlichen Zacken. Verrückt. Gaby hat eine angeknackste Mineralwasserflasche bei mir am Bett plaziert. Gaby hat sich damit verteidigt, ich selber hätte die Flasche im Bett vergessen. Jetzt wolle ich, die große Schwester, ihr, Gaby, das mit der Bruchflasche anhängen. Aus reiner Bosheit.
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