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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 54

5. März 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

 

Das Autowerkstattabenteuer ist dann vorübergegangen. Verwirrt bin ich leicht torkelnd dort raus. Weiß nicht, ob ich mich großartig von irgendwem verabschiedet hab'

 

 

Im Taxi, als das für mich eingetroffen war, bin ich zur Polizei abgereist. Für ein weiterführendes Interview.

 

Die nette Dame in Uniform, der ich gegenübergesessen bin, hat gemeint, soweit sie die Sachlage überblicke, dürfte ich meinen Führerschein bis auf weiteres erst mal behalten.

Müßte mich jedoch darauf vorbereiten, daß in der Angelegenheit eine Verhandlung vorm Verkehrsgericht anstünde.

Das mit dem Führerscheinentzug für länger, das war in der Folge nicht auszuschließen. Mit zwei, drei Punkten dazu sollte ich auch rechnen.

 

 

*

 

Siebzehnter Juli, mein Tagebuch.

Weiter nachmittags, 16:14 Uhr.

 

 

Ja, Tagebuch, vor der Werkstatt dort hab' ich auf mein Taxi herumgewartet, um in ihm Richtung Polizei gefahren zu werden.

 

Prall hat die Sonne auf mich heruntergeschienen. Blauester Himmel war.

Ein Wetter, das in keinster Weise meinen Gefühlen entsprach.

Das, was bei mir vorherrschte, Tristesse, Eintrübung.

 

Weshalb ich auf das zurückkomme, Tagebuch?

Na, beim minutenlangen Warten ist es mir unheimlich geworden. Wirklich richtig unheimlich.

Mit mir hatte ich zu kämpfen, nicht kreischend und mit tränenüberflossenem, ängstlich verzerrtem Gesicht zu den Werkstattleuten aufs Gelände zurück hineinzulaufen. Die drinnen nicht mit einem ihnen kaum begreiflichen hysterischen Zustand zu überraschen.

Wirklich, ich war am Flennen, voll am Zittern und dauernd am Herumstarren. Richtige Angst.

 

Da stand im Garten gegenüber unter anderem ein Apfelbaum mit dickem Stamm, der fiel mir unvermittelt ganz besonders im Auge. Die Befürchtung hatte ich, da wär jemand dahinter. Der mich von dort beobachten würde.

Da war tatsächlich ein dunkles Huschen im Augenwinkel zu bemerken, als ich gerade wieder dorthin am Hingucken war.

Als ob eine Person auf Beobachtungsposten schnell zurückzuckte.

 

Mann, Tagebuch, ich dachte ... Ich dachte, SIE könnt das sein.

SIE, Manuela!

Ich hab' gedacht, Manuela, die könnte das durchaus, mich verfolgen. Um mich aufs neue zu überraschen. Irgendwo.

Jetzt, nachdem ich ...

 

 

 

 

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