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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 55

5. März 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

 

Am hohen Lattenzaun hab' ich mich mit beiden Händen abstützen müssen, so dermaßen war ich auf wacklig-zittrigen Beinen unterwegs. Keine Rede davon, das bringen zu können, einfach dort rüberzugehen, den gesträuchumwucherten Hausgartenbereich in allen Einzelheiten zu überblicken, von dem der besagte alte Apfelbaum ein Teil war.

 

Dann ist die Taxifahrerin gekommen. Der hab' ich mit der Hand gewunken.

Zur Beifahrertüre des Taxis bin ich gestürzt, hab die Wagentür aufgerissen.

Beim Abfahren im Taxi hab' ich mit großen Augen dorthin gestarrt, nach dem Apfelbaum hin.

Den Hals hab' ich mir nach rückwärts verdreht. Und - da stand in dem Blickwinkel plötzlich tatsächlich eine junge Frau hinterm Gartenzaun, schwarzer Dress am Oberkörper.

Dem Taxi schaute SIE bei der Abfahrt hinterher.

Das Taxi war am Fahren - einen kurzes Momentchen, daß ich SIE bloß blickte.

 

Manuela!

Oder nicht SIE, Manuela ...?

Auf alle Fälle eine junge Frau mit langen, blonden Haaren.

Ihre Gesichtszüge - die könnten die von Manuela sein.

Eine große Ähnlichkeit, daß SIE mit Manuela hatte.

Das heißt, wenn SIE nicht Manuela war.

 

Mensch, so froh war selten jemand wie ich, im Taxi Richtung Polizei gebracht zu werden.

Lieber das.

 

 

Mutti denkt, das wäre die Helen-Geschichte, die, die mich fertigmacht. 

Daß etwas zwischen mir und Helen geschehen wäre, was mich in Mitleidenschaft zieht. Vielleicht, weil ich ein schlechtes Gewissen hätte. Vielleicht aus dem Grund, weil ich irgendwas mit Helen angestellt hätte. Wovon sie, Mutti, nur nichts Genaues weiß. Weil ich mein Geheimnis für mich behalte. Damit nicht herausrücken möchte.

 

Dabei heißt die Mörderbraut Manuela.

Manuela heißt die.

Es ist die Geschichte mit Manuela. Die Manuela-Geschichte.

Die, die mich killt.

 

Weil, ich hab' etwas mit Manuela erlebt.

Mit Manuela erleben können.

 

 

 

 

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